Wettfahrt : Die Lofot gewinnt Nedderelv-Regatta

Mit Spinnacker auf Kurs: Die Regatta-Teilnehmer beim Start vor dem Glückstädter Hafen.
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Mit Spinnacker auf Kurs: Die Regatta-Teilnehmer beim Start vor dem Glückstädter Hafen.

Dritter Platz geht an den Glückstädter Markus Peters/ Wettfahrt aller Unterelbevereine soll attraktiver für Segler werden

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17. Juni 2014, 05:00 Uhr

Schönes Segelwetter, eine spannende Wettfahrt und Teilnehmer aus der ganzen Welt: Die 63. Nedderelv-Regatta auf der Elbe vor Glückstadt war aus Sicht der Veranstalter ein voller Erfolg. Der Gesamtsieg ging nach Brunsbüttel: Mit einem deutlichen Vorsprung von zehn Minuten ging Rainer Gosch mit seiner Yacht Lofot als Erster durchs Ziel. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Santa Catharina mit Willi Decker vom Segelverein Freiburg und die Smilja mit Skipper Jan Markus Peters von der Seglervereinigung Glückstadt.

Start und Ziel der Wettfahrt lagen direkt am Molenkopf des Glückstädter Außenhafens. Dort gab Wettkampfleiter Volker Steenbock mit dem Horn das akustische Signal für den Start. Neben ihm standen Astrid Schilling und Renate Reimers, die die gesegelten Zeiten der Teilnehmer in den einzelnen Bootsklassen stoppten.

Die Regattabahnen führten für alle in Richtung Kollmar dicht am Elbufer entlang bis zur Tonne PN13 in Nähe der Nordspitze von Pagensand und dann wieder zurück nach Glückstadt. Anders als bei vielen anderen Segelsportereignissen, bot sich so für die Zuschauer an Land die Gelegenheit, Wende- und Halsemanöver und das Zusammenspiel der Crews hautnah mitzuerleben, was vor allem viele Radfahrer auf den Radwegen am Deich ausnutzten. Beim 63. Start dieses Segel-Klassikers waren diesmal zehn Jollen und 16 Dickschiffe gemeldet – fünf Starter mehr als im Vorjahr.

Die traditionsreiche Nedderelv-Regatta gibt es seit 1951. Die Wettfahrt wird von einem Zusammenschluss von rund 40 Segelvereinen an der Elbe in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein organisiert. Regatta-Organisator und Wettfahrtleiter Volker Steenbock plant für die Regatta im kommenden Jahr, die Attraktivität für Segler und Zuschauer zu steigern. „In den Ursprüngen waren bei der Nedderelv bis zu 250 Boote am Start. Wir wollen im kommenden Jahr die Meldezahlen verdoppeln. Jeder Mitgliedsverein sollte mindestens ein Schiff melden“, sagte Steenbock am Rande der Siegerehrung, die auch in diesem Jahr in den Hallen der Yachtwerft Glückstadt durchgeführt wurde.

Rund 100 Segler feierten die Sieger in maritim-rustikaler Atmosphäre mit Grillfleisch, Fassbier und Musik bis in die frühen Morgenstunden. Dabei waren auch Crew-Mitglieder, die extra aus Kanada, Afrika und Asien angereist waren, um auf der Elbe mitzusegeln. Ein Highlight der Feier waren die Regatta- und Zielfotos, die per Beamer im Großformat auf eine Segelfläche projiziert wurden.

>Ergebnisse (Platzierung, Skipper/Besatzung, Bootsname, Verein): 1. Rainer Gosch mit Lofot (SVB); 2. Willi Decker mit Santa Catharina (SVF); 3. Jan Markus Peters mit Smilja (SVG); 4. Nils Theuerkauf mit All In (SVB); 5. Klaus Thomas mit Old Crow (SVG); 6. Kai Fock mit Time Out (SVG); 7. Reimer Duge mit Dachs (WYK); 8. Klaus Lange mit Fliegender Stern (MSC); 9. Michel Wilckens mit Lacydon (SVG); 10. Uwe Schlott mit Lütten (SVG); 11. Klaus Labitzky mit Tertia (SVE); 12. Thies u. Regina Witt mit Isis (SVG); 13. Ulf Semmelhaack mit Low Budget (SVG); 14. Michael Schlott mit Toy (SVG); 15. Sven Santore mit Tigger (WSVK); 16. Philip Reich mit Don´t Panic (SVW); 17. Jens Reimers (WSVK); 18. Gerd Pösch mit Hadida (SVB); 19. Jule Meyer mit Klabautermann (WSVK); 20. Henrik Werner mit Onkel Det´l (SVG); 21. Maike Steenbock mit Bleiente (WSVK); 22. Sven Krambeer mit Ronja (SVG)



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