Neubau : Die letzten Tage einer Schule

Am 27. März beginnt der Abriss des alten Schulgebäudes in Herzhorn.
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Am 27. März beginnt der Abriss des alten Schulgebäudes in Herzhorn.

Party für alle: Abschied vom Herzhorner Schulgebäude steigt am 24. März. Das Haus wird abgerissen.

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18. März 2018, 08:08 Uhr

Im Oktober 1955 wurde das Herzhorner Schulgebäude eingeweiht, nun soll es abgerissen werden. Wenn alles klappt, können die Schüler nach den Sommerferien 2019 in den Neubau einziehen.

Am Sonnabend, 24. März, haben Interessierte die Möglichkeit, die inzwischen leeren Klassenräume noch einmal zu besuchen. Denn die Schüler werden bereits in Kollmar unterrichtet. Schulsekretärin Birgit Sierck hofft zum Abschiedsfest auf viele Ehemalige: „Da hängen noch schöne Erinnerungen dran. Vielleicht kann der Termin sogar zu einem Klassentreffen genutzt werden.“ Sie selbst hat die Schule von 1964 bis 1970 besucht. „Wir hatten eine tolle Gemeinschaft. Der Sportunterricht fand auf dem Schulhof statt.“

Als die Schule zur reinen Grundschule wurde, mussten die höheren Klassen nach Glückstadt wechseln. „Das war für uns eine große Umstellung. Sportunterricht in einer Halle mit Geräteturnen – sowas kannten wir gar nicht.“

Der Besuch der Abschiedsfeier lohnt sich nicht nur für ehemalige Schüler. In der Zeit von 12 bis 14 Uhr werden in einem Klassenraum die aktuellen Vogelschießerspiele aufgebaut sein und zum Mitmachen einladen. In einem weiteren Klassenraum kann das Vogelpicken erfolgen, wie es früher Tradition war. Infowände mit den Plänen des Neubaus zeigen das künftige Raumkonzept und die Außenansichten.

Während der Veranstaltung werden Getränke, Kuchen und Brötchen mit Würstchen von den örtlichen Kooperationspartnern Caren Hartz und Willi Lehmann angeboten. Und wenn das Wetter es zulässt, ist zum Abschluss für alle Gäste auf dem Schulhof noch ein Highlight geplant: Die Vogelschießertänze werden gemeinsam aufgeführt, und am Ende wollen alle gemeinsam das Abschlusslied „Kein schöner Land“ anstimmen.

Am 27. März beginnen die Abbrucharbeiten des Grundschulgebäudes, das bis 1970 als Volksschule die Jahrgänge eins bis neun beherbergte. Dafür sind 20 Arbeitstage eingeplant. Danach folgen 50 Arbeitstage für die Pfahlgründung und Erdarbeiten, dann beginnt der Rohbau.

Nach Auskunft von Esther Patyk vom Glückstädter Bauamt – sie ist zuständig für die Planung und Koordination – soll der Neubau noch vor dem Winter wetterfest abgeschlossen werden. Die Zufahrt zur Baustelle wird von der Hinterstraße zur Sporthalle erfolgen. Die Arbeiten dazu sind weitgehend abgeschlossen.

Doch bevor der Abriss erfolgt, laden die Schüler zusammen mit dem Lehrerkollegium zu einer Abschiedsfeier ein.

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