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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 06:03 Uhr

Imagefilm : Die letzten Szenen sind im Kasten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Filmemacher Malte Blockhaus begleitet 19-jährige Glückstädterin für Imagefilm – Premiere für Anfang 2016 geplant.

shz.de von
erstellt am 10.Nov.2015 | 07:15 Uhr

Konzentration ist angesagt auf der Matte in der Sporthalle: Die ETSV-Judogruppe übt gerade das richtige Fallen bei Würfen. Mittendrin Line Winkler aus Glückstadt, deren Aktionen nicht im Verborgenen bleiben. Immer an ihr dran ist Regisseur Malte Blockhaus aus Kiel mit seiner Kamera und fängt die gekonnten Würfe aus verschiedenen Perspektiven rasant ein.

Seit drei Monaten dreht der 31-Jährige einen Glückstädter Imagefilm (wir berichteten). Der will beantworten, warum Glückstadt ein liebens- und lebenswertes Städtchen ist. Und die Antwort rückt näher, denn nun war letzter Drehtag. In der Sporthalle im Marineviertel begleitete Blockhaus Line Winkler nicht nur beim Training in der Judogruppe.

Die 19-Jährige ist eine von fünf Protagonisten, die ausgewählt wurden, um das Leben in Glückstadt zu repräsentieren. Er wolle authentisch zeigen, wie Winkler im Verein am Sport beteiligt ist, sagt Blockhaus. „Sie steht stellvertretend für den Bereich Jugend und Sport.“ Tagsüber waren sie erst gemeinsam im Provianthaus im Atelier ihrer Tante, einer Künstlerin, wo sie an ihrer Mappe gearbeitet hat. „Ich möchte gerne Mediendesign studieren“, erzählte sie. Dann hat sie bei einem Freund und Kollegen mit anderen Musikern gespielt. Das zeigte dem Kameramann: „Die Glückstädter Jugend macht etwas, ist lebendig und hat Energie und Kreativität.“

Nun leitet Heinz Grobys, die Judo-Trainingsstunde – mit Aufwärmübungen, Bodenkämpfen, Kombination und Fallschule, Saltos und Strecksprung über ein Hindernis bis zu sechs Metern. Auch der Rest der Erwachsenengruppe mit 17 Teilnehmern im Alter von 14 bis 53 Jahren ist mit vollem Eifer dabei. „Ich konnte sie gar nicht bremsen. Die Gruppe hat Line und den Kameramann toll unterstützt“, sagt Grobys.

Aufgenommen wurde das alles mit Ton. „Was Line sagt, klingt authentisch und ehrlich. Es sind Mini-Dokumente. Hinterher werden noch Musik oder ein Kommentar eingeblendet“, erklärt Blockhaus. Das Bild könne da schon mal wackeln, denn sein Anliegen sei „Authentizität. „Dazu gehört das Warten auf den entscheidenden Moment, eine Aussage, eine Handlung, etwas Typisches“, so der Filmemacher. „Sie agieren schon nach kurzer Zeit, als wenn ich nicht daneben stehen würde, so dass die Trainingsszenen authentisch gefilmt werden“, lobte der Regisseur seine sportlichen Darsteller.

In seinem Film werde es um Menschen gehen, die Glückstadt formen und gestalten, erklärt er später. „Alle waren unterschiedlich, alle nett und freundlich. Sie sind tolle Stellvertreter für verschiedene Themen, weil sie Lust hatten, sich einzubringen“, so das Fazit des Filmemachers. „Wir haben im Sommer an zwei Tagen auch Luftaufnahmen mit einem professionellen Kollegen gemacht“, schildert Blockhaus. Finn Karstens aus Kiel hat seine Kamera über Deich, Elbe und Marktplatz fliegen lassen.

Nach den zeitaufwändigen Drehtagen folgt nun das ebenso zeitaufwändige Schneiden des Filmes, das zwei bis drei Wochen dauern wird. Aus dem Gesamtmaterial von 20 Stunden wird ein Film von zehn bis zu 15 Minuten heraus gefiltert sowie ein kurzer „Trailer“ für die Werbung. „Der Titel steht noch nicht fest“, sagt der Regisseur. Premiere ist etwa Anfang nächsten Jahres.

Dann wird der Film allen Glückstädtern zugänglich sein und vermutlich im sozialen Netzwerk Facebook, im Videokanal YouTube und auf Glückstadts Internetseite (www.glueckstadt.de) erscheinen. „Man kann ihn dann überall hin verlinken“, beschreibt Blockhaus die Verbreitungsmöglichkeiten.

Line Winkler ist schon gespannt auf das Ergebnis. „Es hat auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Nach kurzer Zeit habe ich die Kamera schon gar nicht mehr bemerkt.“

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