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Norddeutsche Rundschau

19. November 2017 | 19:02 Uhr

72-Stunden–Aktion : Die Landjugend mookt dat

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Die Landjugend baut eine neue Sandkiste für die Herzhorner Kindergarten-Naturgruppe.

„Es hat alles super geklappt, und wir haben die Aufgaben ohne Stress geschafft.“ Das ist das Fazit von Jakob Hellmann, Vorsitzender der Landjugendgruppe Krempermarsch. Am Donnerstagabend erhielten die Jugendlichen im Rahmen der 72-Stunden-Aktion „Wi mookt dat“ die Aufgabe, eine Sandkiste auf dem Gelände der Naturgruppe der Kita Herzhorn zu bauen. Bis Sonntag hatten sie dazu Zeit und mit vielen Händen und Unterstützung von Sponsoren wurde fleißig gewerkelt.

Am Freitag nahm die Gruppe die Zuwegung in Angriff. Ein neuer Zaun wurde gesetzt und die löchrige Auffahrt mit Recycling-Asphalt eingeebnet. Aber wie sollte die Sandkiste eingefasst werden? Mit Holz vom Baumarkt war es den Jugendlichen zu langweilig. Eifrig wurde beratschlagt und nach Alternativen gesucht. Hellmann organisierte Baumstämme von Landwirt Arnold Jürgens aus Altenmoor. Die passten einfach besser zur Umgebung.

Mit einem Bagger vom Lohnunternehmer Michael Kalkau wurde die Baugrube am Freitagnachmittag ausgehoben, mit den Holzstämmen eingefasst und mit Vlies ausgelegt. Etwas ungeplant kam das Gewitter am Abend. „Der Boden war so aufgeweicht, dass wir nicht mit dem großen Radlader den Sand einbringen konnten. Aber mit dem kleineren Muldenkipper hat es dann gut funktioniert“, so der Vorsitzende.

Bis zu 30 Jugendliche waren vor Ort und arbeiteten Hand in Hand. Nach Hellmanns Einschätzung hat sich dabei ein toller Teamgeist entwickelt: „Unsere jüngeren Mitglieder haben viel Engagement gezeigt und es hat uns alle sehr zusammengeschweißt.“ Mit so viel Manpower war es auch kein Problem, die zusätzliche Aufgabe zu meistern: Das Gartenhaus der Tagespflegegruppe „Engel-Bengel“ und der Holzschuppen vor dem Kindergarten wurden mit Holzschutzfarbe gestrichen. Die Verpflegung der Helfer kam vom Landfrauenverein Kollmarmarsch und der Bäckerei Heuer.

Auch die Vermittlerin Karen Stender freute sich über den Ablauf der Aktion: „Zunächst war ich skeptisch, ob die Aufgabe von der Zeit und den Anforderungen passt, aber nun bin ich total happy, denn alles lief ganz entspannt und mit viel Freude.“ Beim Abschlussfest am Sonntag bedankte sich Bürgermeister Wolfgang Glißmann bei allen Beteiligten: „Letztlich haben wir alle davon profitiert. Die Gemeinde und die Kinder der Naturgruppe, aber auch ihr Landjugendlichen. Ihr seid eine tolle Truppe, jeder hat seine Stärken. Und ihr habt uns und euch gezeigt, dass man etwas schaffen kann, wenn man gemeinsam etwas mit Überzeugung und Elan anpackt.“ Am Montag konnten die Kinder der Naturgruppe dann die neue Spielmöglichkeit ausgiebig in Beschlag nehmen. Für die Gruppenleiterin Sandra Sprenger eine willkommene Bereicherung in dem großzügigen Gelände des Apfelhofes: „Es läuft hier sehr entspannt. Die Kinder finden in der Natur genügend Beschäftigungsmöglichkeiten. Dazu brauchen wir kein gekauftes Spielzeug. Die Natur bietet genügend Anregungen für kreatives Spielen. Der Hügel mit der ausgehobenen Erde neben der Sandkiste ist dabei genauso interessant.“

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