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Elbschule : Die „Helden“ feiern ihren Abschluss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

An der Glückstädter Elbschule sind 110 Schüler entlassen worden.

von
erstellt am 08.Jul.2017 | 08:00 Uhr

Tränen der Rührung und der Freude kullerten bei Svenja Behrens (Foto). Sie wurde mit der Note 1,3 als Schulbeste ausgezeichnet und feierte gestern auch ihren 18. Geburtstag. Ihre Mitschüler gratulierten mit einem Ständchen – sie sangen Happy Birthday.

Es muss ein besonders netter Jahrgang mit seinen 110 Schülern gewesen sein, den die Elbschule gestern von der Schule ins Leben entließ. „Es fiel mir schwer, eine Abschiedsrede für euch vorzubereiten. Nicht nur, weil in den vergangenen Wochen viel Arbeit angefallen war, sondern auch, weil ihr mir ganz besonders ans Herz gewachsen seid“, sagte Schulleiterin Claudia Siebert. Auch das Hausmeisterehepaar, das auf dem Grundstück wohnt, habe ihr von den netten Abschlussschülern vorgeschwärmt. Und auch die fünf Klassenlehrer fanden durchweg gute Worte für ihre Schüler. Gesprochen wurde von Lehrern, die ganz entspannt in die Klassen gingen, von Schülern, die sich für ihre Mitschüler engagiert hatten, die auch ohne Krawall Spaß haben konnten und ihre Hinterlassenschaften im Anschluss auch wieder beseitigten, von fröhlichen Klassenfahrten, von zuverlässigen und freundlichen Schülern. Und diese wurden jetzt mit ihrem Abschlusszeugnis ins Leben entlassen.

„Wir haben Helden in diesem Abschlussjahrgang“, freute sich die Schulleiterin. Helden mit Mut, Entschlossenheit und sozialem Engagement. Für wie viele Projekte sich die Schüler engagiert hätten, das könne sie gar nicht alles aufzählen. Anhand von zwei kurzen Filmen aus dem Wahlpflichtunterricht dokumentierte sie jedoch das Engagement.

Es ging um Medienkompetenz. Auf lustige Art zeigte der Film, dass Schüler auch ohne Handys auskommen und Freundschaft wichtiger ist. Der zweite Kurzfilm zeigte das Engagement für die Umwelt. In einer Mammutaktion hatten Schüler des damals achten Jahrgangs alle 437 Schüler der Schule zum Thema Recyclingpapier befragt und dabei erschreckt festgestellt, dass viel zu wenig Schüler die Bedeutung von Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem „Blauen Engel“ gegenüber Frischfaserpapier kennen. Das wurde mit Vorträgen in den Klassen geändert. „Wir hoffen, wir haben euch das richtige Rüstzeug für euer zukünftiges Heldenleben mitgegeben“, wünschte sich Claudia Siebert abschließend.

Die Abschiedsreden der Klassenlehrer wurden von Martina Kruse und Thorsten Giese als kleines Quiz vorgetragen. „Die Beziehung einer Klasse zu ihrem Klassenlehrer ist quasi wie eine Ehe“, fand Martina Kruse. Und so sollten die Klassen jeweils erraten, zu welchem Lehrer welche Rede gehörte. Das gelang ziemlich schnell. Lehrer Thorsten Giese hatte sich für seine Klasse etwas ganz Besonderes für den Schluss aufgehoben. Er sang ihnen ein Abschiedsständchen, in dem er die besonderen Ereignisse der vergangenen Jahre noch einmal Stichpunktartig Revue passieren ließ. Das dankten ihm die Schüler, aber auch alle anderen Gäste in der Aula der Elbschule mit großem Applaus.

Dass die Schüler des diesjährigen Abschlussjahrgangs sich sehr wohl und sehr gut auch selbst einschätzen können, das zeigte schließlich die Rede der Schülervertreterinnen Alina Tzaneros, Lena Bernstein und Selen Letkun. „Wir sind am Ziel und unsere Lehrer sind am Ende“, begannen sie. Dann erinnerten sie sich zurück. Wie sie sich am ersten Schultag noch klein gefühlt und in der großen Schule verlaufen hätten. Dann das Zusammenwachsen von einem bunten Haufen zu einer schönen Gemeinschaft. Und schließlich von der letzten Zeit mit dem Hinarbeiten auf den Abschluss. „Wir wissen sehr wohl, dass Sie mit Ihrer Strenge und Konsequenz viel dazu beigetragen haben, dass wir hier heute stehen, auch, wenn wir uns selbst das nicht immer eingestehen konnten. Wir sind dankbar, dass Sie dafür gesorgt haben, dass wir hier heute stehen und unseren Abschluss geschafft haben.“

„Bewahrt euch die guten Erinnerungen an die Schule“, gaben die Elternsprecherinnen Andrea Behrmann und Birgit Beckmann-Yenlen den Abgängern mit auf den Weg. Humorvoll gaben sie auch die Anleitungen für Spickzettel.

Blumen gab es für ehrenamtliche Helfer Wolfgang Zeiscke vom Wasser- und Schifffahrtsamt, Klaus Morwinski von Prima Verde, für Milchmutter Susanne Blohm und Anna Brückmann von der Berufsvorbereitung. Ein Höhepunkt waren die musikalischen Darbietungen. Denn auf der Bühne standen der Sozialpädagoge der Elbschule, Holger Pede, die Lehrer Matthias Bialuch und Martin Gottier sowie als Gast Kerstin Schlüter.




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