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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 07:59 Uhr

Brunsbüttel : Die große Welt der kleinen Loks

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viele Besucher beim Tag der offenen Tür, aber dem Brunsbütteler Modelleisenbahn Club fehlt es an Nachwuchs-Tüftlern

Über einen regen Besucherstrom freuten sich gestern die Angehörigen des über 30 Jahre alten Brunsbütteler Modelleisenbahn Clubs (MEC). Dieser nutzte den Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags, um sich und seine rund 600 Quadratmeter umfassenden Vereinsräume mit einem Tag der offenen Tür der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. „Seit 2006 sind wir jetzt in der Brunsbütteler Straße 13 ansässig, nachdem unsere ehemaligen Räume in der Fritz-Rauter-Straße zu klein geworden waren“, erzählte Dieter Liebing.

Vor dem Einzug des Modelleisenbahn Clubs diente das Gebäude einem Teppichmarkt als Lager. „Das Platzangebot ist hervorragend. Endlich können wir alle drei Anlagen aufbauen“, so der stellvertretende Vorsitzende. Neben der großen Modelleisenbahnanlage, auf der fast 480 Meter Gleise verbaut wurden, konnten die Gäste somit auch die beiden Modulanlage bewundern, die jeweils mit rund 100 Metern Gleisen bestückt waren. „Ein Güterzug braucht rund 20 Minuten, um die große Anlage einmal zu umfahren“, so Dieter Liebing. Dabei muss er nicht nur verschiedene Ebenen hinter sich lassen, sondern wird über eine Brücke auch in einen anderen Raum geführt. Der Übergang stellte die Modelleisenbahner vor eine ganz besondere Herausforderung. „Um in den anderen Raum zu gelangen, haben wir in zwei Meter Höhe eine Brücke für den Zug errichtet. Damit dieser dann jedoch wieder auf ganz normaler Tischhöhe weiterfahren kann, mussten wir zwei Wendelführungen mit jeweils vier Prozent Steigung einbauen“, erläuterte Liebing.

Kreativität, Geduld und etwas handwerkliches Geschick zählen zu den Eigenschaften, die ein Modelleisenbahner mitbringen sollte. Das gesamte Jahr haben die Mitglieder des MEC damit verbracht, die Anlage in Schuss zu halten und Antriebe der Weichen ausgewechselt und neu verkabelt. „Arbeiten, die man als Außenstehender natürlich nicht erkennt“, so der stellvertretende Vorsitzende.

Während sich die Modellbahner über mangelnde Arbeit nicht beklagen können, macht ihnen der Nachwuchs große Sorgen. „Zu unseren besten Zeiten waren wir über 40 Mitglieder. Heute sind wir nur noch 34 und davon gehören drei der Jugendgruppe an“, bedauerte Liebing. Mit einer eigenen Homepage und einem Facebook-Profil versucht der Club, auf sich aufmerksam zu machen. Bislang blieb der gewünschte Erfolg jedoch aus. „Jeder, der Interesse hat, ist herzlich eingeladen uns montags ab 19.30 Uhr in unseren Clubräumen zu besuchen“, so der stellvertretende Vereinsvorsitzende.



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