Verkehr : „Die ganze Straße muss zahlen“

Die Fahrbahn und die Gehwege am Beginn der Adolf-Rohde-Straße werden ab März komplett erneuert.
Die Fahrbahn und die Gehwege am Beginn der Adolf-Rohde-Straße werden ab März komplett erneuert.

Alle Anlieger der Adolf-Rohde-Straße müssen für die Sanierung eines Abschnittes bezahlen

Kay Müller von
29. Januar 2015, 04:49 Uhr

Es wird teuer für die Anlieger der Adolf-Rohde-Straße. Denn jeder Grundstückeigentümer wird sich an den Kosten für die Sanierung des Abschnittes zwischen Lehmwohldstraße und Edendorfer Straße beteiligen müssen– und zwar unabhängig davon ob er in dem Abschnitt ein Haus besitzt oder irgendwo sonst an der Straße zwischen Edendorfer Straße und Grunerstraße. „Seit einigen Jahren gilt: Die ganze Straße muss zahlen“, sagte der Leiter der Tiefbauabteilung der Stadt, Bodo Schmedtje, nach der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Einstimmig verabschiedeten die Mitglieder den Plan für den Ausbau, der im März beginnen soll.

Die Kernsanierung sei nach dem Kommunalabgabengesetz beitragspflichtig, sagte Schmedtje. „Das kostet echtes Geld“, meinte Heinz Köhnke (CDU), der dafür warb, dass die Anwohner in einer Versammlung über die genauen Kosten informiert werden. „Das können wir erst, wenn wir eine Baufirma beauftragt haben – das wird so Mitte Februar sein“, sagte Schmedtje. In der nächsten Sitzung des Ausschusses will er genaue Zahlen vorlegen, was die Bürger berappen müssen. Es könnten aber bis zu zwei Drittel der Kosten der Sanierung sein, die insgesamt auf rund 255  000 Euro veranschlagt werden (wir berichteten). Das wären rund 150  000 Euro – umgelegt auf alle Anwohner.

Dabei werden nicht alle Grundstückseigentümer an der gesamten Adolf-Rohde-Straße den gleichen Betrag zahlen müssen. Es gebe eine Grundregel: „Wer ein größeres Grundstück und ein mehrgeschossiges Haus oder Gewerbe hat zahlt mehr“, so Schmedtje.

Der Asphalt zwischen Lehmwohldstraße und Edendorfer Straße sei in einem desolaten Zustand. Die Fahrbahn, die aus den 30er Jahren stamme, muss komplett erneuert werden. Auch die Gehwege seien marode, sie werden im Zuge der Sanierung verbreitert, sagte Schmedtje. Für die Sanierung sind mehrere Wochen veranschlagt, der Abschnitt wird für diese Zeit gesperrt, nur die Anwohner bekommen eine Zufahrtmöglichkeit.

Die Beitragspflicht könnte bald weitere Itzehoer nerven: Denn laut Schmedtje gelte die auch für die Pünstorfer Straße, die in den kommenden Monaten in Teilen saniert wird.

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