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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 04:00 Uhr

Flüchtlinge : Die ersten Container sind da

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Wann die ersten neuen Quartiere auf dem Prinovis-Gelände in Itzehoe bezugsfertig sind, ist allerdings noch unklar.

Schneller als anfangs gedacht, sind gestern Vormittag die ersten Container auf dem Prinovis-Gelände eingetroffen. „Wir werden sie jetzt erst mal aufstellen und später einrichten“, sagt Jörg Thelen vom Landespolizeiamt, der den Aufbau koordiniert. Die Container kommen fertig montiert aus den Niederlanden – zwei Stück passen auf einen Tieflader. Die Ausrichtung auf dem unebenen Prinovis-Parkplatz ist nicht leicht, dazu fehlen noch Strom- und Wasseranschlüsse. „Deswegen sind hier auch die Stadtwerke im Einsatz“, sagt Thelen. Die Anschlüsse zu legen, sei nicht leicht. „Aber wir brauchen unbedingt Strom in den Containern, damit sie auch beheizt werden können.“

Noch ist unklar wann die neuen Quartiere bezugsfertig sind. „Das wird noch eine Weile dauern“, sagt Thelen. In dem neuen Dorf sollen 2000 Flüchtlinge wohnen, es gibt ein eigenes Versorgungszelt, auch Duschcontainer sollen noch kommen. Die Flüchtlinge, die jetzt noch in den großen ehemaligen Werkhallen schlafen, werden dann in die Container umziehen, allerdings sollen die Betten in den Hallen stehen bleiben, damit notfalls weitere Flüchtlinge dort übernachten können. Noch leben auf dem ehemaligen Prinovis-Gelände 950 Menschen, die aus verschiedenen Ländern nach Deutschland geflohen sind.

Die Polizei ist erleichtert, dass die Menschen umziehen. „Das schafft auf jeden Fall Entspannung“, sagt Torsten Ramm, der Stationsleiter auf dem Gelände ist. Das sieht auch Michael Kappus so. „Nur fünf Prozent der Flüchtlinge sind erkrankt, das sind weniger als in der Gesamtbevölkerung. Aber trotzdem ist es begrüßenswert, dass die Menschen jetzt in kleinen Einheiten leben werden, weil dort die Ansteckungsgefahr geringer ist. Das gilt auch für Husten, Schnupfen und Heiserkeit“, sagt der ärztliche Direktor des Klinikums. „Und vor allem wird das Konfliktpotenzial unter den Bewohnern deutlich reduziert, weil auch wieder so etwas wie Intimsphäre möglich wird.“

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erstellt am 15.Okt.2015 | 17:42 Uhr

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