zur Navigation springen

Kirchenverwaltung : Die Damen des Glückstädter Kirchenbüros gehen

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Festgottesdienst mit anschließendem Empfang am 8. Januar für Angelika Strecker und Christa Schubring.

Nach über 30-jähriger Dienstzeit verlassen im Januar zwei gute Geister der Gemeinde das Kirchenbüro. Angelika Strecker und Christa Schubring gehen in den Ruhestand. Damit verliert die Kirchengemeinde zwei Menschen, die hier weit mehr als nur ihren Job gemacht haben.

„Aber wir ziehen uns bestimmt nicht ganz zurück, wollen den beiden neuen Kräften gern mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sind sich die beiden einig. Was sie sich überhaupt in ihrer 30-jährigen gemeinsamen Zeit im Kirchen- und im Friedhofsbüro meist waren.

Die anfallende Arbeit wurde aufgeteilt, jeder arbeitete nach seinen Stärken und besonderen Interessen. So übernahm Christa Schubring gern alles, was mit Kindertagesstätten zu tun hatte und die Anmeldungen für Taufen und andere kirchliche Amtshandlungen. Den Wegfall der Anmeldungen für die Kindertagesstätten hat sie mit gemischten Gefühlen erlebt. „Ich hatte ja immer kleine Teddybären und Buntstifte in der Schublade, habe es immer sehr genossen, wenn die kleinen Menschen zu uns ins Büro kamen“, erinnert sie sich. Andererseits habe gerade diese Aufgabe viel Zeit und intensive Planung gekostet, gibt sie zu.

Angelika Strecker dagegen hat sich in den vielen Jahren mit viel Herzblut um die verschiedenen Bauangelegenheiten gekümmert und hat gerade die Restaurierungsarbeiten in der Kirche sehr engagiert verfolgt und mit geplant. Angelika Strecker war außerdem Mitglied in der Mitarbeitervertretung, im Kirchengemeinderat, in der Synode und im Kirchenfinanzausschuss.

Ein besonderes Faible hat sie im Laufe der Zeit für die Emporenbilder entwickelt. So haben sie und Christa Schubring auch gemeinsam beschlossen, bei ihrer Verabschiedung um Spenden für die weitere Restaurierung derselben zu bitten. „Was sollen wir mit 20 Blumensträußen. Wir möchten dann lieber der Kirche die Restaurierung eines weiteren Bildes schenken“, erklärt sie.

Ihre Aufgabe war mehr als nur die tägliche Arbeit. „Den Schlüssel zum Büro hatten wir eigentlich immer in der Tasche, weil wir oft auch unterwegs angesprochen wurden“, schmunzelt Christa Schubring. Sie hätten immer mitgelitten, wenn Probleme auftraten, wenn in der Kirche etwas kaputtging oder Menschen mit verschiedenen Schicksalen ihnen ihr Leid erzählten. „Wir wollten immer für die Menschen in der Gemeinde da sein. Da bin ich auch schon mal abends mit dem Rad schnell noch mal ins Büro gefahren, wenn etwas Dringendes anlag“, erzählt die leidenschaftliche Fahrradfahrerin Christa Schubring. Neben der Arbeit steht bei ihr immer die Familie an erster Stelle und gern erholt sie sich bei der Arbeit in ihrem schönen Garten.

Angelika Strecker findet Erholung und Kraft auf Reisen, die sie gern gemeinsam mit ihrem Mann unternimmt. Dabei ist sie schon fast auf der ganzen Welt gewesen. Und für die kleine Ruhepause zwischendurch gönnt sie sich ein Essen in einem wirklich guten Restaurant. Und auch bei ihr steht die Familie ganz vorne auf der Prioritätenliste.

Für all das werden beide in den nächsten Jahren viel Zeit haben und darauf freuen sie sich auch. Dennoch fällt ihnen das Abschiednehmen nicht leicht. So viel haben sie gemeinsam durchlebt und geschafft.

Eine besonders lebhafte Erinnerung haben beide noch an den Umzug des Kirchenbüros 2005. „In der Zeit haben wir auch das gesamte Kirchenarchiv vom Kirchenbüro umgeräumt ins Gemeindehaus. Das war vielleicht eine Aktion!“, sagt Christa Schubring. Danach hätten beide noch tagelang überall Staub gefunden, aber mit ihrem Engagement und ihrer Dynamik hätten sie auch diese Aktion gut geschafft.

Diese Dynamik möchten beide mitnehmen ins Privatleben und alles aufarbeiten, was in den vergangenen Jahren liegen geblieben sei. „Wir haben in unserem Job hier viel Bestätigung erfahren und die vielen schönen Begebenheiten, die wir erleben durften, haben uns immer Kraft gegeben“, sagt Christa Schubring. „Wir hatten immer einen guten Draht zu allen, zu den Pastoren, acht haben wir in unserer Arbeitszeit hier erlebt, den Handwerkern, den Menschen in der Gemeinde. Wenn wir über die vergangenen 30 Jahre ein Buch schreiben würden, das würde sicher ein Bestseller hier in der Gemeinde werden.“

Am 8. Januar werden beide in einem Festgottesdienst mit anschließendem Empfang in den Ruhestand verabschiedet.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen