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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 03:05 Uhr

Dicke Luft im Turbinenkraftwerk

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Helfer aus drei Feuerwehren übten Einsatz unter schwerem Atemschutz

shz.de von
erstellt am 22.Mär.2015 | 13:56 Uhr

Anspruchsvoll ist die alljährliche Atemschutzübung der Feuerwehren aus Oldendorf, Heiligenstedten und Krummendiek ausgefallen. Als Übungsobjekt wurde das Gasturbinenkraftwerk zwischen Oldendorf und Huje ausgewählt. Übungsaszenario war ein Brand in dem mehrgeschossigem Kraftwerk.

Eigentlich hätte diese Übung von den Hujer Kameraden ausgerichtet werden müssen. Da sie an der Übung jedoch aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, war die Feuerwehr Oldendorf mit der Ausarbeitung betraut.

Als stellvertretender Wehrführer übernahm Matthias Pieper diese Aufgabe und wählte das nahe liegende Objekt, in dem sich auch eine mit hochsensiblen elektronischen Gerätschaften ausgestattete Schaltwarte befindet. „Für die Kameraden ist dieses Gebäude bestens geeignet, um sich dort auch in einem realen Notfall besser zurecht finden zu können“, sagt Amtswehrführer Thorsten Beuck, der das Geschehen nicht nur mit kritischen Augen verfolgte, sondern sich ebenfalls an der Übung beteiligte. Und die hatte es in sich.

Bei einem angenommenen Brand mit starker Rauchentwicklung in dem Gebäude wurden mehrere Menschen vermisst. Nach Eintreffen der rund 22 Atemschutzträger galt es für Matthais Pieper als Einsatzleiter kühlen Kopf bewahren, war doch jetzt schnelles Erkunden und überlegtes Handeln gefragt. Schließlich erwarteten alle Einsatzkräfte entsprechende Aufträge. Unter schwerem Atemschutz drangen schließlich einzelne Trupps in das Gebäude vor und suchten dieses nach verletzten und bewusstlosen Personen ab. Unterdessen harrte vor dem Gebäude ein Sicherheitstrupp aus. „Es muss immer ein Trupp im Notfall zur Verfügung stehen“, sagt Beuck. Zufällig war auch der Notfall eines eigenen Kameraden in die Übung mit eingebaut. Er meldete sich mit dem Funkruf: „Mayday, mayday, mayday!“ Für die anderen Kameraden bedeutete das höchste Priorität. So musste der Sicherheitstrupp kurzerhand den Kollegen aus dem mit Rauch gefüllten Kraftwerk retten.

Atemschutzeinsätze seien in besonderem Maße gefährlich, da meist eine nur begrenzte Anzahl von Einsatzkräften diese schwierigen Aufgaben durchführen, die nur unter der richtigen Anwendung des Atemschutzes zu keinen gesundheitlichen Schäden führt. „Für uns ist es daher sehr wichtig, diese Übungen auch auf Amtsebene anzubieten“, sagt Beuck. So erhalten alle Atemschutzträger die Möglichkeit, dazu zu lernen. So soll künftig eine Verfügbarkeit von 95 Prozent aller Atemschutzträger erreicht werden“, so der Amtswehrführer.

Vorausgegangen war der praktischen Übung der theoretische Übungsteil, bei dem die Atemschutzträger unter anderem auf Neuigkeiten hingewiesen wurden und Bekanntes auffrischten.

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