Dicke Einnahme bei Wattolümpiade

Wattfußball, eine von vier Disziplinen am Sonntag. Zuschauer und Akteure hatten ihren Spaß an der Schlammschlacht.  Foto: pöschus (2)
Wattfußball, eine von vier Disziplinen am Sonntag. Zuschauer und Akteure hatten ihren Spaß an der Schlammschlacht. Foto: pöschus (2)

Kassensturz der Benefizaktion am vorigen Wochenende: Organisatoren freuen sich über 14 500 Euro zu Gunsten Krebskranker

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01. August 2012, 07:00 Uhr

Brunsbüttel | Erfolgsbilanz des Watt olümpia-Vereins: Das schlammige Spektakel am Elbdeich bei Soesmenhusen hat am Sonntag 14 500 Euro eingespielt, inklusive der Einnahmen der Warm-up-Party mit den Wohnraumhelden am Sonnabend beim LUV.

"Die Mühen haben sich gelohnt", fasst Veranstaltungsleiter und Vereisvorsitzender Michael Behrendt zusammen. "Gerade im Hinblick darauf, dass es bei der Eröffnung der Spiele noch geregnet hatte, ein toller Erfolg", sagt Behrendt. Dass Petrus am Nachmittag dann ein Einsehen hatte und wieder etwas Sonne spendete, rettete wohl den Erfolg der Veranstaltung. Behrendt: "Schön, dass sich dann doch noch so viele aufgemacht haben." Insgesamt 2500 Besucher und Teilnehmer säumten schließlich den Deich.

Zu verdanken sei die abermals stattliche Benefizsumme aber nicht nur den zahlenden Besuchern der Veranstaltung, sondern auch den Teams, die durch eigene Spenden ihren Beitrag für die gute Sache geleistet hätten, freut sich auch Wattkampfleiter Oliver Kumbartzky.

Mit den Benefizerträgen finanziert der Wattolümpiade-Verein unter anderem zwei Beratungsstellen für Krebsbetroffene in der Region sowie Informationsangebote wie die Brunsbütteler Krebs-Informationstage, die vom 14. August bis 7. September zum inzwischen vierten Mal stattfinden.

Nun ist die Wattolümpiade 2012 Geschichte. Traditionell heißt es für die Olümpia-Macher: Nach der Watt olümpiade ist vor der Wattolümpiade. So wird sich der Wattikan bereits in den nächsten Tagen wieder daran machen, für 2013 zu planen - dann würden die Spiele abermals am letzten Juli-Wochenende stattfinden. "Wir setzen natürlich alles daran, im kommenden Jahr wieder die Wattolümpiade auf die Beine zu stellen", sagt Jens Rusch, Initiator und Motor der Benefizveranstaltung. "Ob uns das gelingt, wird aber maßgeblich vom Sponsoring-Aufkommen abhängen."

Mit der erfolgreich angelaufenen Kampagne "Stark gegen Krebs" soll zumindest schon mal ein Teil der anfallenden Kosten gedeckt werden. Doch ohne die Hilfe weiterer Sponsoren stehe die Wattolümpiade vor dem Aus, macht Rusch unmissverständlich deutlich. "Denn an unserem Credo darf sich auch in Zukunft nichts ändern: Wir gehen ohne einen Cent Minus in die Veranstaltung - nur so ist der größtmögliche Spendenertrag sichergestellt." Bei den bisherigen Wattolümpiaden waren insgesamt rund 150 000 Euro für den guten Zweck zusammengekommen. Nach dem Kassensturz von Montagabend können die Olümpier diesen Betrag noch einmal kräftig erhöhen.www.wattoluempia.de

und www.stark-gegen-krebs.de

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