Wattolümpiaverein : Diagnose Krebs: Psyche leidet mit

Wenn ein bösartiger Tumor erkannt wird, kann dies den Patienten aus der Bahn werfen. Dass die Psyche mitleidet, aber auch ganz entscheidend für ein Leben mit dem Krebs ist, verdeutlicht der Frankfurter Mediziner Dr. Bernd Schmude bei den Krebsinformationstagen.

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25. August 2013, 12:51 Uhr

In der Reihe der Krebsinformationstage referiert am Donnerstag, 29. August, 19 Uhr, in der Galerie Rusch der Frankfurter Arzt Dr. Bernd Schmude (Foto). Thema: „Emotionen zulassen – Die Seele leidet mit“.

Schmude, selbst krebsbetroffen, gilt als der Mutmacher unter den Referenten. Dabei beschränkt er sich aber keineswegs auf die üblichen Durchhalteparolen, sondern stützt seinen Vortrag auf medizinische Tatsachen und eigene Erfahrungen. Diese belegen, dass ein Überlebensprozess wesentlich von der psychischen Konstitution abhängig ist.

Nach seinem Vortrag in der Veranstaltungsreihe im vergangenen Jahr gründete er den bundesweit aktiven Verein Stark gegen Krebs mit Sitz in Frankfurt. Heute ist er der erste Vorsitzende des Vereins, der auch die Initiative in Norddeutschland stark unterstützt.

Die Stimmungen bei Krebserkrankten wechseln häufig zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Diese wechselnden Stimmungslagen, die emotionale Reaktion auf die Krebserkrankung mit Angst, sind bei den Betroffenen normal. Sie wird als existenzielle Bedrohung wahrgenommen. Sich diese Angst einzugestehen und die emotionalen Zustände zuzulassen ist wichtig. Die gute Nachricht: Krebs bedeutet heute nicht mehr automatisch Tod oder Sterben.

Im Anschluss an den Vortrag werden 16 000 an die Schleswig-Holsteinische Krebsgesellschaft und 10 000 Euro an den Onkologischen Arbeitskreis des WKK Heide übergeben. Insgesamt hat die Wattolümpiade damit bislang 206 000 Euro erwirtschaftet und in voller Höhe gespendet.

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