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DGB-Diskussion: Jugendliche stecken in Dschungel von Maßnahmen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zu viele Jugendliche gehen auch in Schleswig-Holstein auf dem Weg von der Schule in eine Berufsausbildung „verloren" oder stecken in einer sogenannten Übergangsmaßnahme. Grund genug für den DGB-Kreisverband Steinburg, das Thema auf einer Veranstaltung in Itzehoe zu diskutieren: „Es kann nicht sein, dass Jugendliche sich nach der Schule mit einem Dschungel von Maßnahmen konfrontiert sehen, die nichts mit einer Berufsausbildung zu tun haben“, fasst der DGB-Kreisvorsitzende Tobias Klaassen das Problem zusammen.

„Im Jahr 2011 waren bis zu 50 Prozent eines Schulabgänger-Jahrgangs in einer Über-gangsmaßnahme“, sagt Ingo Schlüter, stellvertretende Vorsitzender des DGB-Bezirk Nord und Experte für Bildungspolitik. Dabei habe jeder Jugendliche ein Recht auf eine Berufsausbildung mit qualifizierendem Abschluss – so steht es im Küsten-Koalitionsvertrag. Und aus dem Fachkräftebündnis auf Landesebene weiß Ingo Schlüter zu berichten, dass im Jahr 2030 rund 85 000 Facharbeiter in Schleswig-Holstein fehlen werden

Die zentrale Herausforderung ist nach Auffassung Schlüters, für Jugendliche in den Kreisen und Regionen Schleswig-Holsteins nur noch eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen und Probleme zu schaffen. Hier können die Jugendberufsagenturen Hamburgs Vorbild sein: dort gibt es bereits eine solche Anlaufstelle für individuelle Beratung und einzelfallbezogene Hilfe. In Übergangsmaßnahmen gehen danach nur noch junge Menschen mit entsprechendem Förderbedarf, alle anderen werden in eine duale Ausbildung vermittelt oder beginnen ein Studium. Finanziert wird das Ganze durch Zusammenarbeit aller Akteure einer Region.

Auch im Kreis Steinburg gibt es bereits gute Erfahrungen mit dem Übergangsmanagement von Schule und Beruf. In der Diskussion schwang aber auch Skepsis mit, denn es gibt deutlich weniger Maßnahmen und deutlich weniger Beschäftigte im ohnehin prekären Weiterbildungssektor.

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erstellt am 28.Nov.2014 | 09:49 Uhr

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