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Bildungsprojekt : Deutschunterricht im Kindergarten

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Projekt „Frühe Chancen“ in der Kita Löwenzahn soll besonders Migrantenkinder unterstützen. Teilnehmen werden jedoch die Jungen und Mädchen aller vier Gruppen der Brunsbütteler Tagesstätte.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 14:54 Uhr

„Frühe Chancen“ heißt ein Integrationsprojekt des Bundesfamilienministeriums, an dem sich jetzt auch der Brunsbütteler Kindergarten „Löwenzahn“ beteiligt. „Wir sind in einer zweiten Welle dabei, nachdem das Projekt schon 2011 gestartet ist.“ Die Kita „Löwenzahn“ ist mit Beginn des Kita-Jahres 2012/13 eingestiegen, um Kinder mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache zu unterstützen und sie noch stärker in den Alltag zu integrieren.

„Spracherwerb ist der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und somit der Grundstein für den weiteren Bildungs- und Berufsweg“, sagte Löwenzahn-Leiterin Petra Höer, die das Integrationsprojekt in der jüngsten Sitzung des städtischen Bildungsausschusses gemeinsam mit ihrer Mitarbeiterin Marlis Grünberg vorstellte. Diese ist schon seit 18 Jahren im „Löwenzahn“ tätig und neben ihrem Einsatz als Heilpädagogin eigens für das Integrationsprojekt freigestellt worden.

Jeweils zwei Betreuerinnen oder Betreuer kümmern sich um insgesamt 65 Kinder in drei Familien- und einer Regelgruppe. „Gut 15 von ihnen haben einen Migrationshintergrund“, erläuterte Marlis Grünberg. Die meisten stammen aus Russland oder Polen, einzelne aber auch aus verschiedenen anderen Nationen.

Die „frühen Chancen“ des bundesweiten Projekts für rund 4000 Kindertagesstätten stehen im „Löwenzahn“ allen Kindern zur Verfügung, auch den unter Dreijährigen. Als Projektleiterin arbeitet Marlis Grünberg in allen vier Gruppen mit den Kindern. Lesen, reden und spielen – alles, was mit Sprache zu tun hat, ist ihr Metier. „Unser Hauptfokus richtet sich auf den alltagsintegrierten Spracherwerb“, unterstrich Petra Höer. Unterstützung, Ratschläge und Tipps sind daher für Marlis Grünberg besonders wichtig. „Ich unterstütze die Teams, die Kinder und die Eltern“, bekräftigte sie.

Marlis Grünberg bildet die Betreuerteams in den Gruppen für Aufgaben in der Integration fort. Der Spracherwerb im Rahmen der Integration wird durch eine Taschenbücherei unterstützt, in der Kinder Spiele und Bilderbücher ausleihen können, mit denen die Eltern auch zuhause den Spracherwerb begleiten können. „Im Oktober wollen wir außerdem ein Elterncafé eröffnen“, kündigte Petra Höer an und verwies in diesem Bereich auf die Zusammenarbeit mit dem von Sabrina Nothelfer geleiteten Talentekompass, in dem diese Idee geboren wurde. Eltern aller Kita-Kinder soll hier nachmittags Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch in geselliger Runde gegeben werden.

Regelmäßige Gespräche unter Beteiligung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Möglichkeiten schaffen, die Konzepte des Projektes zu erweitern und durch weitere Schritte zu verbessern. Die Sprachschulung mit Marlis Grünberg beschränkt sich weitgehend auf die unterstützende Tätigkeit in den vier Gruppen. Vereinzelt wird diese Arbeit bei entsprechendem Bedarf in einem gesonderten Therapieraum fortgesetzt.

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