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Deutschlands kleinste Fähre setzt seit gestern wieder die Fahrgäste über die Krückau

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erstellt am 02.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neuendorf | Der Fährbetrieb in Kronsnest ist eröffnet. Deutschlands kleinste handbetriebene Fähre läutete gestern ihre neue Saison ein.

Dabei hätten die Rahmenbedingungen kaum besser sein können. Die Sonne strahlte vom Himmel, und die Krückau zeigte sich von ihrer idyllischsten Seite. Kein Wunder also, dass sich Hunderte Schaulustige das Spektakel nicht entgehen ließen. Der Start in die 21. Fährsaison begann mit einem plattdeutschen Ufergottesdienst, der vom Tornescher Pastor Henning Matthiesen ausgestaltet wurde. Stefan Haack sorgte dabei für die passende musikalische Untermalung.

Mit dem Läuten der Fährglocke und dem Ruf "Hol över!" begann gegen 10 Uhr der offizielle Fährbetrieb der Saison 2013. Anschließend ging es mit einem bunten Programm auf beiden Uferseiten weiter.

Die Feuerwehrkapelle Seestermühe und die

Musikgruppe "Nyquist" spielten am Seesteraner Ufer auf. Für die kulinarischen Highlights sorgten Karin Voss und ihr Team von der Gaststätte "To´n Vossbau". Gleich nebenan gab es bei Anne Weich Crepes und Eis. Auf Kronsnester Uferseite wurden die Gäste von Frank Plüschau mit seinem Team von der Gaststätte Fährhaus Spiekerhörn mit Speis und Trank versorgt. Und der Ewer "Gloria" aus Elmshorn machte gleich neben der kleinen Fähre fest.

Den Sanitätsdienst übernahm wieder das Deutsche Rote Kreuz. Die Bandreißer aus Hetlingen demonstrierten ihre alte Handwerkskunst. Elisabeth Bock aus Elmshorn stellte ihre selbst gefertigten Filztaschen aus, und die Jungs und Deerns vom Drachenclub "Flattermänner" aus Tornesch zeigten ihr Können. Bereits ein Stammgast an der Fähre ist Puppendoktorin Monika Drecksler aus Kaaks. Sie packte wie gewohnt im "Stöpenkieker" ihr Operationsbesteck aus. In der Remise der Familie Tiedemann konnten die Fährgäste in aller Ruhe nach frischem Brot, selbstgemachter Marmelade, Buddelschiffen oder Deko-Artikel stöbern.

Höhepunkt des Tages aber war für fast alle Besucher eine Tour über die Krückau. Gerade einmal sechs Erwachsene (plus Fahrräder) haben auf der kleinen Fähre Platz. Gut 40 Meter Wasser muss der Fährmann wriggend überbrücken. "Hol över" heißt das kleine Wassertaxis, das aus massivem Eichenholz gefertigt wurde. Jährlich nutzen über 7000 Personen die Gelegenheit, die Krückau mit dem ungewöhnlichen Gefährt zu überqueren. Möglich macht es ein Trägerverein, der 1992 gegründet wurde. Wer sich detailliert über die Fähre informieren möchte, hat dazu im Internet unter www.faehre-kronsnest.de Gelegenheit.

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