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Deutsch-dänischer Austausch hilft, Grenzen zu überwinden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2013 | 05:00 Uhr

„In Deutschland wird nicht so viel Danke gesagt, während wir uns in Dänemark eigentlich ständig bedanken“, stellte Amalie Steenberg während ihres einwöchigen Aufenthalts in der Schleusenstadt fest. Die Schülerin des dänischen Ringkøbing Gymnasiums zählte zu einer neunköpfigen Gruppe von Austauschschülern, die mit Fachlehrerin Henriette Gyrup dem Brunsbütteler Gymnasium einen Gegenbesuch abstattet.

Eine Woche zuvor waren sechs Schüler aus Brunsbüttel zusammen mit Oberstufenleiter Peter Rohlf zu Gast an der dänischen Partnerschule in Ringkøbing. „Sieben Tage sind die Schüler in die Lebensweisen der Gastfamilien eingetaucht und haben dabei Land, Menschen und vor allem die Sprache kennengelernt“, sagte Rohlf.

Auch wenn es jeweils kurzweilige Besuche waren, so lieferten diese den Schüler ausreichend Zeit, um viele neue Eindrücke und Erkenntnisse zu sammeln. Das abschließende Resümee viel zum Ende des „individuellen deutsch-dänischen Austauschs“ auf beiden Seiten durchweg positiv aus.

„Obwohl wir erst seit knapp eineinhalb Jahren Dänischunterricht haben, hat es mit der Verständigung auch in den Gastfamilien super geklappt“, erzählte Lea Skrabs. Auch wenn nicht immer jede Vokabel zur Hand war, so wussten die Schüler sich immer irgendwie auszudrücken und das fehlende Wort zu umschreiben.

„Ich könnte mir schon vorstellen in Dänemark zu studieren“, äußerte Chris-Maurice Clasen. Indessen hat Lea Skrabt bereits konkrete Pläne, die vorsehen, in den Sommerferien 2014 in Dänemark zu jobben. Gerade im touristischen Bereich würden junge Menschen gesucht, die sowohl dänisch als auch deutsch sprechen.

Ähnliche Erfahrungen gab es auch auf dänischer Seite. „Hamburg ist schön, und vor allem ist in Deutschland alles so günstig“, so der Eindruck, den Lykke Thordal Østergaard für sich gewonnen hat.

Die dänischen Schüler stellten darüber hinaus fest, dass nicht nur das Schulsystem gänzlich anders ist. Während in Dänemark lediglich die Königin gesiezt wird und es ansonsten „Du“ heißt, ist das Siezen in Deutschland durchaus gebräuchlich.

„Eigentlich sind wir schon fast so etwas wie Exoten, dass wir so weit südlich in Schleswig-Holsteins Dänisch als Fremdsprache anbieten“, sagt Peter Rohlf. Eigentlich sei dies eher nah der Deutsch-Dänischen Grenze üblich. „Doch die Entfernung soll uns nicht daran hindern diese Partnerschaft noch weiter auszubauen.“ Für das Frühjahr 2014 wird daher bereits an einem weiteren Austausch geplant.

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