zur Navigation springen

Jugend trainiert für Olympia : Detlefsenschüler zeigen Kampfgeist

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Glückstädter Judo-Mädchen fahren nach Berlin zum Bundesentscheid bei „Jugend trainiert für Olympia“.

„Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin!“ So oder ähnlich werden vermutlich die Gesänge geklungen haben, die die jungen Judoka vom Glückstädter Detlefsengymnasium anstimmten. Der Grund: Im Landesentscheid der Schulen „Jugend trainiert für Olympia Judo“ holten sich die Glückstädter Mädchen in der so genannten Wertungsklasse III (Jahrgänge 2002-04) den Titel. Ihr Lohn: Sie werden im September zum Bundesfinale nach Berlin fahren.

In dem vom Gymnasium in Kooperation mit dem ETSV Fortuna und dem Judoverband Schleswig-Holstein ausgerichteten Landesentscheid hatten sich acht Schulen qualifiziert. Dass von denen am Ende nur vier zu den Wettkämpfen erschienen, stieß ziemlich sauer auf. „Es ist schade, dass der Einsatz der Ehrenamtler für diese Qualifikation so wenig respektiert wird“, sagte Ilka Linow, die Kreisschulsport-Beauftragte aus Hohenlockstedt. Sie fand es bemerkenswert, dass der Verein Fortuna Glückstadt Halle, Equipment und vor allem das Know-how in Form von Judotrainer Heinz Grobys stellte.

Das Detlefsengymnasium stellte die Tischbesetzung und – ganz wichtig – auch die Sanitäter. Die brauchten allerdings nicht entscheidend eingreifen. Obwohl die Jungen und Mädchen beherzt zur Sache gingen. So sozial und freundlich sie miteinander umgingen, so zielstrebig waren sie alle auf der Matte. Und wer glaubte, gegen einen zwei Köpfe kleineren Gegner leichtes Spiel zu haben, lag schnell am Boden. Fußhebel, Hüftwurf, verschiedene Haltetechniken – die jungen Judoka brachten alles Erlernte auf die Matte. Kein Wunder, dass Falltechniken Jahre lang trainiert werden.

Ziel ist, den Gegner auf den Rücken zu bringen und zu halten. Dafür gibt es verschiedene Wertungen, wie zum Beispiel einen Ippon, den ganzen Punkt, wenn der Gegner durch verschiedene Techniken beherrscht wird. Tom Basan aus Itzehoe, der ranghöchste Kampfrichter, befand das Niveau der Schulsportler als „ganz ordentlich“. Auch Hartmut Appel, Rektor am Detlefsengymnasium, überzeugte sich vom Können „seiner“ Manschaften.

Die Wertungen: Detlefsengymnasium: Erster in der WK III weiblich und WK IV, Zweiter in der WK III männlich. Elbschule Glückstadt: Zweiter in der WK III weiblich, Dritter in der WK III männlich und WK IV. Lauenburgische Gelehrtenschule Ratzeburg: Erster in der WK III männlich. Wolfgang-Borchert-Regionalschule Itzehoe: Zweiter in der WK IV, Dritter in der WK III männlich. Heinz Grobys: „Schade, dass aus Kostengründen nur eine Wertungsklasse nach Berlin fahren darf. Aber das ist eine Vorgabe vom Innenministerium.“ Doch die Glückstädter Mädchen können sagen: Wir sind dabei!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen