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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 08:44 Uhr

Der Trichter leidet unter dem Leerstand

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bürgermeister unternahm vor der CDU kommunalpolitischen Rundumschlag

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2015 | 11:57 Uhr

Das Alte und das Neue Rathaus der Stadt Wilster sind Baudenkmäler, die eine dauerhafte Unterhaltung erfordern, sagte Wilsters Bürgermeister Walter Schulz auf der jüngsten Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes. Den Trichter bezeichnete er als Sorgenkind. „Unter dem Leerstand leidet die Bausubstanz“, gab Schulz zu bedenken. Aufgrund der räumlichen Teilung vom Colosseum und des erhöhten beschwerlichen Zuganges sei eine öffentliche Nutzung nur schwer umzusetzen, zeigte der Bürgermeister die Problematik auf.

Das Colosseum selbst müsse als kreisweit einer der größten Veranstaltungssäle wieder für neue überregionale und lokale Events erhalten werden. Der Saalbetrieb belaste den städtischen Haushalt durch seine Unterhaltungsmaßnahmen sowie die baulichen Auflagen. Da der jetzige Pächter Michael Mehrens den Mietvertrag nur noch bis Ende des kommenden Jahres aufrechterhalten wolle, ergäben sich daraus Denkanstöße für die Stadt über die weitere Nutzung des Gebäudes.

Ein Sorgenkind ist nach Aussage des Bürgermeisters vor allem das Neue Rathaus, das im konstruktiven Bereich deutliche Mängel aufweise (wir berichteten-dieRed.). Hier begrüßte Walter Schulz die harmonische Zusammenarbeit mit der Denkmalspflege auf Kreis- und Landesebene mit erheblichen Fördermitteln für die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten. Bei der inzwischen abgeschlossenen Sanierung des Alten Rathauses habe die Stadt die Hälfte der Gesamtkosten von 600  000 Euro tragen müssen. Für das Neue Rathaus zeichne sich ab, dass die Sanierung komplett aus Fördermitteln finanziert werden könne und die Stadt hier „kostenneutral“ arbeiten könne. Die Stadt wird nach Aussage des Bürgermeisters aber das Archiv dauerhaft auslagern müssen.

Mit der Schleuse in Kasenort habe die Stadt ein weiteres kulturtechnisches Baudenkmal zu unterhalten. Für die Sicherung der baulichen Substanz seien Mittel notwendig, die Wilster mit seinem defizitären Etat nicht aufbringen könne. „Hier sehen wir eindeutig das Land Schleswig-Holstein in der Pflicht, sich mit erheblichen Geldern an dieser Maßnahme zu beteiligen“, fordert Walter Schulz Hilfe aus Kiel.

Nach hohen Investitionen in die Schulen, so fuhr der Bürgermeister fort, müsse der Schulverband Wilstermarsch jetzt reagieren, um bestmögliche Bildungseinrichtungen zum Wohle der Kinder zu schaffen. Dazu zählte er die zurzeit im Bau befindlichen neuen naturwissenschaftlichen Räume in der Gemeinschaftsschule ebenso wie die Einrichtung einer „DaZ-Klasse“ mit Deutsch für Ausländer.

„Die freie Schulwahl erzeugt einen Wettbewerb unter den Standorten“, betonte Walter Schulz. Die Gemeinschaftsschule habe mit Marlis Krumm-Voeltz eine sehr engagierte Führungskraft, die gemeinsam mit dem Kollegium für eine zeitgemäße Beschulung sorge. Mit dem Status der Verbraucherschule sei eine solide Basis entwickelt worden. Dies habe inzwischen zu internationalen Kontakten und Besuchen bis hin nach Budapest geführt.

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