Über den Wolken Steinburgs : Der Traum vom Fliegen

Ganz entspannt ist Pilot Bernd Schlottau (Mitte) beim Schnupperflug mit Wolfgang und Sigrun Labrenz. Fotos: johannsen
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Ganz entspannt ist Pilot Bernd Schlottau (Mitte) beim Schnupperflug mit Wolfgang und Sigrun Labrenz. Fotos: johannsen

Die eigene Heimat oder das Urlaubsziel von oben sehen – das geht bei einem Schnupperflug beim Itzehoer Luftsportverein.

shz.de von
12. August 2018, 16:13 Uhr

Einmal selbst im Cockpit sitzen, das Steuer in der Hand und ein Headset auf dem Kopf – so stellt man es sich vor, Pilot zu sein. „Man vergisst die Welt da unten“, sagt Wolfgang Labrenz aus Hohenaspe, der zufrieden und entspannt aus der Cessna 172 steigt. Gemeinsam mit seiner Frau Sigrun hat er beim Itzehoer Luftsportverein einen Schnupperflug gemacht. Geflogen ist er dabei zwar nicht selbst, dafür war Pilot Bernd Schlottau zuständig. Aber ganz vorn im Cockpit sitzen durfte Labrenz schon.

„Wir wollen, dass mehr Leute die Gelegenheit bekommen, beim Fliegen hineinzuschnuppern“, sagt Bernhard Rösler, Vorsitzender des Luftsportvereins. Und der erste Schritt dafür seien ebendiese Schnupperflüge, die der Verein anbietet.

„Gerade im Sommer haben wir ideales Wetter zum Fliegen und eine tolle Sicht, dass man fast bis nach Helgoland gucken kann“, sagt Rösler. Das sei natürlich „für Urlauber interessant, die sich hier die Gegend anschauen wollen, weil es hier wirklich landschaftlich schön ist“, findet er. „Beim Fliegen kann man erst richtig sehen, dass es hier nicht nur Wiesen und Kühe gibt, sondern auch Wälder, Flüsse und Seen und natürlich das Wattenmeer.“

Aber auch für diejenigen aus der Region, die „ihre Heimat einmal von oben sehen wollen“, sei ein Schnupperflug gut geeignet. „Wir sind über unser Haus in Hohenaspe, dann über Wacken und Itzehoe geflogen“, berichtet Sigrun Labrenz. Mit einem Lächeln steigt sie aus dem Flieger. „Es war ein bisschen wackelig, aber sehr schön“, findet sie. „Ich würde es nochmal machen.“ Und auch Wolfgang Labrenz ist begeistert. „Der Flug war sehr gut“, sagt er und denkt sogar noch weiter. „Ich möchte vielleicht auch selber fliegen lernen“, erklärt der Kfz-Meister.

Genau das erhofft sich Bernhard Rösler von seinen Schnupperflug-Kunden. „Wir wollen den Leuten die Schwelle nehmen, damit sie das Fliegen ausprobieren und vielleicht einen Schnupperkurs besuchen“, erklärt er. Fünf Stunden dauert dieser Kurs – „der Flugschüler sitzt dann schon auf dem Platz, wo der Pilot sitzt“, sagt Rösler. Zurzeit sind es acht Flugschüler, die auf den Vereinsflugzeugen geschult werden. Man kann die PPL-A-Lizenz für größere Maschinen und die Ultraleicht-Lizenz machen, bis zur Prüfung braucht es 40 Flugstunden und eine theoretische Prüfung. „Die meisten machen nach dem Schnupperkurs auch eine Lizenz“, weiß Rösler. Und trotzdem habe der Verein noch Kapazitäten für neue Schüler. „Viele denken auch, Fliegen sei ein sehr teures Hobby“, widerlegt Rösler ein Vorurteil. „Wir sind aber kein elitärer Verein, und man muss sich auch kein eigenes Flugzeug kaufen, wenn man fliegen will.“ Denn: Man kann unsere Flugzeuge chartern.“ Und mit dem Flieger komme man „in 20 Minuten nach Büsum oder in einer halben Stunde nach Föhr und kann dort einen Strandtag verbringen.“

Aber auch wer kein Interesse an einer Fluglizenz hat, kann sich einfach für einen Schnupperflug anmelden, sagt Rösler. „Wir wollen, dass die Leute das Feeling erleben und vielleicht werden sie dann auch mit der Flugleidenschaft infiziert.“


>Kontakt: Mo-Fr: 10 bis 17 Uhr,

unter 04826/5065 oder

0174/9344252 , fliegen-itzehoe.de

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