Pfingsten : „Der Spaß steht an erster Stelle“

Etwas für die Augen: Sven Borchers aus Poyenberg mit seinem PS-starken David Brown.
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Etwas für die Augen: Sven Borchers aus Poyenberg mit seinem PS-starken David Brown.

Mehr als 120 Starts beim Trecker Treck in Fitzbek

shz.de von
26. Mai 2015, 04:48 Uhr

„Da freut man sich doch richtig auf Fitzbek, wenn Pfingsten ist und gutes Wetter.“ Zuschauer Heinz Fester, der mit seiner Frau Edith aus Hardebek zum Trecker Treck kam, stand am Rand und schaute auf die großen Maschinen. Über 120 Starts konnte der Karkweddelclub Fitzbek/Rade trotz des laufenden ersten Grasschnitts verzeichnen.

Viele Zuschauer säumten die 80 Meter lange Wettkampfstrecke neben dem Feuerwehrgerätehaus. Dort galt es, den Jevenstedter Bremswagen über die volle Distanz zu ziehen, um ein „Full pull“ aus den Lautsprechern zu hören und sich einen Pokal zu sichern. Höhepunkt für die Zuschauer waren die steigenden Trecker, deren Fahrer bis zum Schluss versuchten, noch einige Zentimeter Boden zu gewinnen. „Super“ fand das Jürgen Lange aus Neumünster und Günter Heinrich aus Hessen meinte begeistert: „Das ist das erste Mal, dass ich so etwas live sehe.“

„Mindestens ein Pokal muss auch nach Fitzbek gehen“, betonte Kai Breiholz. Mit knappen 40 Zentimetern Vorsprung sicherte er sich in der 3,5 Tonnen Farmerklasse den zweiten Platz vor Moritz Knopik aus Grauel.

„Der Spaß steht an erster Stelle“, betonten Klaus Wentzlaff und Sohn Kai. Sie kamen mit zwei baugleichen Traktoren aus Barenfleth und wollten wetteifern, wer in diesem Jahr die meisten Pokale holt. Siegte in der 6,5 Tonnen Standardklasse noch der Vater vor dem Sohn, sicherte sich Kai Wentzlaff zusätzlich in der 9 Tonnen und 11 Tonnen Standardklasse den 3. Platz.

Den weitesten Weg nach Fitzbek hatte wohl der ehemalige Fitzbeker Heinz Martin Köper. Seit 20 Jahren ist er der humorige Sprecher beim Trecker Treck. Über vier Stunden fuhr er aus der Nähe von Güstrow mit dem Traktor bis nach Fitzbek. Die Anreise sollte belohnt werden: Heinz Martin Köper schaffte, wie auch Christian Kamp aus Kellinghusen zunächst ein „Full Pull“ in der freien Klasse (14 Tonnen), musste sich dann aber im Stechen mit 51,3 Metern mit dem zweiten Platz zufrieden geben. In der bis 8 Tonnen ausgetragenen Frauenklasse schafften Mareina Breiholz aus Hennstedt und Ayleen Pingel aus Barmstedt beide ein „Full Pull“ im ersten Lauf. Die Hennstedterin konnte sich dann im zweiten Lauf durchsetzen. In der 7,5 Tonnen Standardklasse gab es mit neun Stechen die meisten „Full Pull“.

Dass in diesem Jahr nicht so viele Starter kamen, war auf den laufenden ersten Grasschnitt zurück zu führen. „Silo fahren hat Vorrang“, sagt Clubmitglied Hans Köper. „In den letzten Jahren hat es immer gepasst, der erste Grasschnitt war durch“, resümierte er und musste sich in diesem Jahr mit rund 100 Startern weniger als im Jubiläumsjahr 2014 zufrieden geben. Dennoch: Viele Zuschauer, bestes Wetter, eine gute Organisation und Spaß an erster Stelle waren die Garanten für eine gelungene Veranstaltung.

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