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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 00:17 Uhr

Der schnellste Weg zum neuen Buch

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Großhändler Libri und Initiative Buy Local machen mit Kampagne auf die Möglichkeiten des lokalen Handels aufmerksam

von
erstellt am 08.Feb.2017 | 05:00 Uhr

„Heute bestellt. Morgen hier.“ Das Versprechen in Weiß auf Orange neben der Tür der Buchhandlung Bücher-Känguruh ist eindeutig. In den kommenden Tagen wird der Aufkleber auch auf der Scheibe der Buchhandlung Heymann angebracht. Er soll unterstreichen, was der lokale Buchhandel kann.

Für die Kampagne kooperiert der Buchgroßhändler Libri mit der Initiative Buy Local. Diese ist bundesweit tätig und will dazu motivieren, die Kaufkraft vor Ort zu lassen. Das Logo, ein Eichhörnchen in Orange, ziert auch den Aufkleber für die Buchhandlungen. Es gehe darum, die Innenstädte attraktiver zu machen, sagt Franziska Hampel aus dem Libri-Marketing.

Mehr als eine Million Titel hat der Großhändler auf Lager und kann über Nacht liefern. „Da machen die Kunden manchmal hier ganz große Augen“, sagt Andreas Meurer vom Bücher-Känguruh. Vielen seien die Möglichkeiten des Online-Händlers Amazon bekannt – „es geht darum, dass das ein bisschen in die Köpfe kommt, dass der Buchhandel das auch kann.“ Oder eben noch mehr, denn das Buch sei im Geschäft eher schneller verfügbar, als es nach der Online-Bestellung geliefert werde.

Dieses auf dem Großhandel beruhende System sei weltweit einmalig, sagt Meurer. Wie die Kunden davon profitieren, wollen Buy Local und Libri mit ihrer Initiative hervorheben: „Der Fensteraufkleber soll zum einen den Zeitvorteil bei einer Bestellung vor Ort verdeutlichen und zum anderen Bewusstsein schaffen – beim Buchhandel und beim Leser. Der Buchhandel muss deutlich machen, was er alles leisten kann – als Gemeinschaft“, heißt es in einer Mitteilung.

„Die Initiative ist klasse“, kommentiert Heymann-Sprecher Harald Butz. Die Buchhandlung habe selbst im Jahr 2014 mit einer Plakataktion unter dem Motto „Lassen Sie Ihren Klick in...“ die Kunden darauf hingewiesen, dass auch bei Heymann eine Online-Bestellung möglich sei. „Und von den Steuern, die Heymann als lokaler Buchhändler zahlt, profitieren alle – im Landkreis wie in der Stadt.“

„Schnell ist jetzt noch schneller“, heißt es auf dem Aufkleber ebenfalls. Andreas Meurer brachte ihn gern neben seiner Ladentür an, hat aber schon jetzt im Wettbewerb mit Amazon keinen Grund zur Klage: „Buchhandlungen meiner Größenordnung haben Zuwachs.“ Denn sie seien gut aufgestellt, hätten einen sehr guten Überblick über ihr Angebot – „und wer Beratung sucht...“.

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