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Kommunalpolitik : Der Marktplatz wird neu gepflastert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beschluss des Bauausschusses: Glückstadts historisches Herz soll komplett überholt werden. Barrierefreiheit ist ein wichtiger Aspekt.

Hubbelig ist er, der Glückstädter Marktplatz. Und wer nicht gut zu Fuß ist, für den wird der Gang über das historische Pflaster schnell zur Tortur. Damit soll nun Schluss sein. Während ihrer jüngsten Sitzung sprachen sich die Mitglieder des städtischen Bauausschusses für eine vollständige und barrierefreie Neupflasterung aus. Fraglich ist nur noch, wann es soweit sein wird. Im nächsten Schritt soll ein Gutachten erstellt werden, was nach Aussage von Bauamtsleiter Lüder Busch ein rundes Vierteljahr in Anspruch nehmen könnte. Dann muss die Denkmalbehörde ihr Okay geben.

Dass der Marktplatz saniert werden muss, stand schon länger außer Frage. Doch über das Wie und Wann wurde während der Ausschuss-Sitzung noch einmal heftig debattiert. Piraten und CDU hatten zwei Anträge eingebracht, die sich in einem wesentlichen Punkt unterschieden. Während die Piraten die vollständige Pflasterung des Marktplatzes ganz oben auf der To-do-Liste sehen wollten, sprachen sich die Christdemokraten dafür aus, die Umgestaltung der Marktfläche in der Prioritätenliste ganz ans Ende zu setzen. Vorrang sollten „kleinere Projekte“ wie etwa die Gehwegsanierungen und das Absenken von Bordsteinkanten haben.

Piraten-Chef Siegfried Hansen stellte eine Umfrage vor, die seine Partei durchgeführt hatte. Gefragt wurde nach drei Markplatz-Varianten. Demnach wurden 1216 gültige Unterschriften abgegeben und 907 Stimmen, entsprechend 74,59 Prozent der Befragten, hätten sich für die etwa 435  000 Euro teure Vollpflasterung ausgesprochen. „Der Bürgerwille sollte auch umgesetzt werden“, kommentierte Hansen das Abstimmungsergebnis.

„Unsere Kassen sind leer“, hielt ihm der CDU-Fraktionsvorsitzende Krafft-Erik Rohleder entgegen. Und sein Parteikollege Wolfgang Engemann sprach sich dafür aus, sich erst einmal um die Markt-Zuwegungen zu kümmern, bis die Denkmalbehörde ihre Entscheidung getroffen habe. Während die FDP zum CDU-Vorschlag tendierte, stellten sich die Grünen und die SPD-Fraktion hinter den Antrag der Piraten-Partei.

Am Ende setzte sich der Piraten-Vorschlag mit nur einer Gegenstimme durch. Hansen sprach von „einem guten Tag für Glückstadt“, schließlich betreffe die Entscheidung „das Herzstück unserer Stadt“. Dass bei der Sanierung die Barrierefreiheit im Blick behalten wird, stand für alle Politiker außer Frage. Wenn möglich, soll bei der Neupflasterung die polygonale Straßenführung der Stadt optisch herausgearbeitet werden – eine Ergänzung des Piraten-Antrages, für die sich die SPD stark gemacht hatte.

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