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Tanz-Veranstaltung : Der Mann hinter der „Superfete“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Michael Jahnke ist auch mit 72 Jahren noch als DJ Mike unterwegs. Im „Tivoli“ in Glückstadt will er sein Publikum mit vielen alten Hits begeistern.

shz.de von
erstellt am 17.Mai.2017 | 05:00 Uhr

Schon in den vergangenen beiden Jahren zeigte sich, dass er noch nichts von seinem Job verlernt hat. Den interpretiert Michael Jahnke (72) alias DJ Mike weiterhin „old school“, vom alten Schlage: Seine Schallplatten – ob Singles oder LPs (Langspielplatten) legt er immer noch per Hand auf.

In der Region schon eine DJ-Legende, wird er auch in diesem Jahr wieder aktiv. Nach einem grandiosen Comeback mit 55 Jahren (im Jahr 2000) und dann noch einmal mit 65 (2010) und 70 Jahren (2015) ist er seitdem im Jahresrhythmus tätig.

So wird es auch in diesem Jahr wieder eine „Superfete“ mit DJ Mike im Glückstädter „Tivoli“ geben, große Plakate weisen schon darauf hin. Nachdem er im vergangenen Jahr sein 50-jähriges DJ-Jubiläum feierte, tritt DJ Mike am Sonnabend, 20. Mai, ab 20 Uhr im „Tivoli“ wieder ans DJ-Pult. „Viele Fans haben bereits wieder nachgefragt. Sie freuen sich schon drauf“, sagt er.

In den 60er Jahren, ab dem 21. Lebensjahr, war er als DJ in Glückstadt tätig, vornehmlich in der Gaststätte „Unter den Linden“, bis er das Standbein aufgrund von Studium, Beruf und Familie an den Nagel gehängt hat.

Gewohnt ist man von ihm bis heute Rock-Musik der 60er, 70er und 80er Jahre, die er auf seinem 15 Jahre alten „Technics“-Plattenspielern abspielt. Zu hören gibt es, wenn DJ Mike auflegt, Songs, die man so heute kaum noch hört – von Led Zeppelin bis zu den Doors, von den Kinks bis zu den Beatles, von Liedermacher Donovan über Roy Orbison bis hin zu Leonhard Cohen, von Tina Turner über die Temptations bis zu AC/DC.

In der Vorbereitung auf den diesjährigen Rockabend hat er wieder einige Musik-Perlen ausgegraben. „Ich habe wieder eine ganze Menge Songs auf mehreren Listen bekommen“, erzählt er. Weil er an einem Abend nicht jeden Wunsch erfüllen kann, hat er sich die Listen aber aufgehoben, so dass er dieses Mal einiges nachholen kann. „Die 80er Jahre sind im Augenblick stark gefragt“, stellte er fest, „wohl, weil beim letzten Mal auch einige Jüngere da waren, die die Titel noch aus der Zeit kannten“, vermutet er. Deshalb hat er extra einige Songs aus dieser Zeit heraus gesucht – von Herbie Manns „Memphis Underground“ über Songs wie „Take Five“ von Dave Bruback bis hin zu Barclay James Harvest.

Noch immer ist Jahnke akribisch auf der Suche. „Ich war gerade in Utrecht in Holland bei einer Plattenbörse und konnte dort einige Raritäten und Überraschungen einkaufen“, verrät er, wie beispielsweise „There won’t be many coming home“, die Single aus dem Film „The Hateful Seven“, die nur in Holland heraus gekommen ist.

Auch bei Plattenbörsen in Hamburg sah er sich um. Profitieren könne er wohl auch von der „Nacht des Jazz“, die am gleichen Abend wie sein „Tivoli“-Auftritt in der ganzen Stadt in mehreren Lokalen bis 23 Uhr läuft. „Danach könnte man die Nacht bei meiner ,Superfete' ausklingen lassen“, schlägt Michael Jahnke vor.

Thematisch will er sich dann auch an die Zeit des Flower Power heran arbeiten, deren Auswirkungen ab 1967 quer durch die Hitparaden in Deutschland, England und den USA zu hören waren. „Da das natürlich schon lange her ist, wird dieser Abend wohl auch eine Art Memorial Evening, weil viele der Interpreten schon gestorben sind.“

Nach genau 50 Jahren will er die alten Haudegen von Jefferson Airplane oder Greatful Dead wieder aufleben lassen. Auch die verstorbenen Legenden wie David Bowie, Chuck Berry, die Bee Gees oder Black sowie natürlich Leonnard Cohen sollen noch einmal gebührende Aufmerksamkeit erfahren, ebenso wie Al Jarreau, George Michael oder Glenn Frey, die Eagles, Billy Paul, Keith Emerson (von Emerson Lake & Palmer) sowie Prince oder Joe Cocker.

Und da er gerade so schön im Thema war, kam ihm die Idee, im kommenden Jahr einmal einen Abend mit der Musik aus nur einem Jahrzehnt wie den 80ern zu machen. So könnte sich Michael Jahnke in den nächsten Jahren Stück für Stück einmal quer durchs vergangene musikalische Jahrhundert arbeiten.

Termin „Superfete“ im „Tivoli“: Sonnabend, 20. Mai, 20 Uhr, Eintritt: AK: 6 Euro; Tischreservierung unter Telefon 04124/937340.

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