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Südspange Itzehoe : „Der Lückenschluss ist abgeschlossen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Bürgermeister Andreas Koeppen eröffneten am Donnerstag die Südspange – komplett befahrbar ist sie aber noch nicht.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 05:00 Uhr

37 Jahre hatte manch einer auf diesen Moment gewartet: Gestern Nachmittag konnten Bürgervorsteher Heinz Köhnke und Bürgermeister Andreas Koeppen feierlich das Band für die sogenannte Südspange durchschneiden.

„Der Aufstellungsbeschluss des B-Planes 69 wurde im Jahr 1980 beschlossen“, resümierte Köhnke in einer kurzen Ansprache. Zwischenzeitlich hätte man zwar das Gefühl bekommen können, es werde eine unendliche Geschichte – aber „jetzt ist der Lückenschluss abgeschlossen“.

Ein kleiner Abschnitt jedoch fehlt noch – die Arbeiten an der Gasstraße vom Voßbarg bis zur Lindenstraße sollen voraussichtlich Ende Dezember abgeschlossen sein. Dann können Autofahrer, die von der A 23 kommen, zügig bis zur Adenauerallee gelangen: Von Lindenstraße, Voßbarg und Gasstraße führt die Südspange dann über eine abknickende Vorfahrt in die Störfischer- und Potthofstraße und von dort weiter über Leuenkamp und Konsul-Rühmann-Straße schließlich in die Adenauerallee.

„Das liebe Geld“ habe immer wieder natürliche Grenzen gesetzt, so Köhnke. Lange war zunächst über unterschiedliche Varianten gestritten worden, wie man die Innenstadt – insbesondere Linden-, Bahnhof- und Brückenstraße – entlasten könne. Im Juni 2011 schließlich hatte sich der Bauausschuss für die jetzige „kleine Lösung“ ausgesprochen. Die anderen, größeren Varianten schieden vor allem aus Kostengründen aus: Eine der angedachten Trassen über die Potthofstraße und die Störwiesen hätte nach damaligen Schätzungen etwa 14 Millionen Euro gekostet. Eine andere Alternative, dichter am ehemaligen Prinovis-Gelände entlang, war auch deswegen ausgeschieden, weil der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr den Anschluss an den westlichen Kreisverkehr an der Bundesstraße 5 ablehnte. Zum östlichen Kreisverkehr hätte die Straße einen größeren Bogen machen müssen, und das wäre wieder teurer geworden. So wurde schließlich eine Variante gewählt, die die Störwiesen verschont und am Ende 4,7 Millionen Euro kosten soll. 2,5 Millionen davon werden vom Land gefördert, wie Koeppen unterstrich.

Im August vergangenen Jahres war der damalige Wirtschaftsminister Reinhard Meyer nach Itzehoe gereist, um den Förderbescheid für einen Teil dieser Summe zu übergeben. Die Südspange sei Ausdruck des gemeinsamen Bemühens, den Standort voranzubringen, sagte der SPD-Politiker damals. Durch die Umgehung werde vor allem das Gewerbegebiet Klostermarsch am Hafen besser an das überregionale Verkehrsnetz angebunden, sagte er, ansässige Unternehmen würden gestärkt.

Einige Gewerbetreibende waren nun auch zur Eröffnung an das neue Teilstück der Störfischerstraße gekommen. 1999 bereits hatte sich beispielsweise das Autohaus Eskildsen aus diesem Grund an der Potthofstraße angesiedelt. Entsprechend erleichtert zeigte sich nun Ilka Eskildsen-Strohbecke: „Wir freuen uns, dass es jetzt so weit ist“, sagte sie.

>Einbahnstraße: Mit der Eröffnung des neuen Teilstücks Störfischer- und Dorfstraße wird aus dem folgenden Abschnitt Hafenstraße in Richtung Norden bis zum Liethberg Einbahnstraße. Dies geschehe aus Verkehrssicherungsgründen, so Koeppen. Aus Richtung Norden kommend sei die neue Umgehung nicht mehr gut genug einsehbar.

 

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