„Der Kindertag war der Hammer“

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Stadtmanagement und Wehrführung ziehen positive Bilanz der Itzehoer Woche, die allerdings von einem tragischen Zwischenfall überschattet wurde

Kay Müller von
10. Juni 2015, 05:00 Uhr

Ein wenig müde ist Lydia Keune-Sekula schon. „Wir sind erleichtert, aber irgendwie auch geschafft“, sagt die Stadtmanagerin nach einer intensiven Itzehoer Woche. „Es war die beste Itzehoer Woche, die ich in vier Jahren als Stadtmanagerin erlebt habe.“ Und das vor allem dank des Kindertages, der die Veranstaltungsreihe am Sonntag beschlossen hat. „Das war schon der Hammer, da waren Zehntausende“, sagt Keune. „Die Atmosphäre war toll, der Platz war gut gefüllt, um 14 Uhr gab es keinen einzigen freien Parkplatz in der Innenstadt mehr. Und um 14 Uhr waren auch alle Bratwürste ausverkauft“, sagt Keune, die mit einem solchen Ansturm nicht gerechnet hat. „Dabei haben die Besucher viel Geduld bewiesen, manche haben eineinhalb Stunden vor der Bungee-Anlage angestanden.“ Vor allem die Vielzahl der Angebote sei attraktiv für Besucher gewesen. „Super, dass der SCI mit so vielen Sparten vertreten war.“

Einen Tag zuvor waren ebenfalls viele Besucher beim Tag der Feuerwehr. „Wir sind damit sehr zufrieden“, sagt Wehrführer Peter Happe. Es seien mehr Besucher gekommen als erwartet. „Und wir sind froh, dass alle unsere Vorführungen geklappt haben.“ Dazu hat die Freiwillige Feuerwehr vier neue passive Mitglieder gewinnen können, die die Ehrenamtler finanziell unterstützen wollen. „Und wir haben auch zwei Interessenten für den aktiven Dienst“, sagt Happe. Die Jugendfeuerwehr habe ebenfalls zwei Meldungen erhalten. „Damit sind wir mehr als zufrieden.“ Nicht zuletzt deshalb gehe der Trend dahin, den Tag der Feuerwehr im kommenden Jahr im Rahmen der Itzehoer Woche zu wiederholen.

Einzig das Weinfest litt unter dem Wetter. „Es war zwar trocken, aber zu kalt“, sagt Lydia Keune. Deswegen seien die Menschen nicht so lange geblieben wie sonst. Das habe bei den Standbetreibern zu Umsatzeinbußen geführt. „Die Einnahmen sind ein Stück weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, erklärt Keune. Sie ist froh, dass die Polizei mit einer Ausnahme keine Ausschreitungen oder Vandalismus gemeldet hat. „Das war das friedlichste Weinfest überhaupt“, so die Stadtmanagerin. Allerdings hätten einige Vandalen in den Morgenstunden nach dem Weinfest den Parkplatz und Spielplatz an der Volksbank verunstaltet. „Da wurden die Schranke demoliert und Flaschen zerdeppert.“

Auch der Flohmarkt wurde von einem Zwischenfall überschattet. „Die Stimmung war wirklich gut, bis eine Frau in der Kirchenstraße mit Herz-Kreislauf-Versagen zusammengebrochen ist“, sagt Keune. Sanitäter und Rettungsdienst waren schnell zur Stelle, reanimierten die 70-Jährige, die allerdings im Klinikum starb. „Das hat uns alle sehr mitgenommen“, sagt Keune. Dennoch plant sie schon fürs kommende Jahr die Itzehoer Woche. Am 28. Mai 2016 soll sie eröffnet werden.

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