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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 05:12 Uhr

Kultur : Der Geist, der aus der Katze kam

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Premiere der neuen Komödie „Kattenspöök“ der Glückstädter Speeldeel kam beim Publikum gut an.

Aus der Hauskatze kommt ein Geist. Ein Vater lernt Liebestränke zu mischen und das alles auf Plattdeutsch. Die Premiere der neuen Komödie des Glückstädter Speeldeel war ein Erfolg. „Kattenspöök“ heißt das Stück von Bernard Fathmann, das in vier Akten im Theater am Neuendeich aufgeführt wurde. Die Schauspieler sprachen traditionell Plattdeutsch.

Die Geschichte Kattenspöök rankt sich um einen Hausgeist, der lange unbemerkt im Körper des Hauskaters lebte. Doch dann erweckte ihn der Hausbesitzer Hein Bolle (Hans Westphal) unabsichtlich. Von dem Hausgeist lernt Hein vieles über Heilkräuter und
-tränke.

Seine Frau Ella (Renate Bublat) fühlt sich zu Höherem berufen. Das alte Haus auf dem Land ist nicht mehr genug für sie. Lieber würde sie in einen Bungalow in der Stadt ziehen. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihr Gatte vom Hausgeist Rezepte der Heilkunst bekommt, mit denen er die verschiedensten Leiden kurieren kann. Daraus ließe sich doch sicher Kapital schlagen. Auch Tochter Eva (Svea Petersson) nimmt die Dienste ihres Vaters in Anspruch, um einen Liebestrank für ihren Freund Klaus (Axel Leeck) zu gelangen – ihn will sie von ihren Reizen überzeugen.

Da der Geist (Franz Bockhorn) auch Gegenleistungen für seine Hilfe erwartet, fühlt Hein Bolle sich bald überfordert. Doch das interessiert die Familie zunächst nicht. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Tante Frieda, gespielt von Gerda Künneth, übermütig wird und damit zusätzlichen Trubel in den Haushalt bringt. Hein hat sie durch seine Heilkunst von ihrem Schmerz im Bein befreit. Jetzt versucht sie, den verpassten Spaß nachzuholen.

Wer miterleben möchte, wie sich am Ende doch noch alles zum Guten wendet, der kann in weitere Aufführungen der Speeldeel jeweils am Freitag, 26. Februar, 11. März und 18. März kommen. Das Theater beginnt immer um 20 Uhr. Eine Ausnahme ist der Auftritt am Sonntag, 28. Februar, der startet um 16 Uhr. Alle Aufführungen der Komödie finden im Theater am Neuendeich statt.

Dort könne sich die Zuschauer auch davon überzeugen, wie viel Freude die Darsteller an ihrem Spiel haben. Vor allem die langjährigen Theaterspieler Hans Westphal und Franz Bockhorn, als Hein Bolle und Geist, hauchen den von ihnen verkörperten Charakteren Leben ein. Dementsprechend stark gespielt, waren die Interaktionen der beiden Hauptdarsteller. Besonders bei ihren Dialogen hat das Publikum viel gelacht. Westphal und Bockhorn ernteten oft spontanen Zwischenapplaus.


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