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Der freiwillige Müllsammler von Ottenbüttel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2015 | 12:09 Uhr

In einer leuchtenden Jacke ist der engagierte Müllsammler am Straßenrand der L 127 bei Ottenbüttel häufig zu sehen. Der Unratsammler erweckt nicht den Eindruck, als ob er ein Angestellter der Straßenmeisterei ist, die für die Müllentsorgung unter Anderem an den Landesstraßen zuständig ist.

Ein abgestelltes Fahrrad am Straßenrand und aufgestellte blaue Säcke weisen auf einen „Privatsammler“ hin. Der Rentner Hans- Detlef Maaß aus Ottenbüttel hält nun schon seit zehn Jahren freiwillig die Strecke ab der Kreuzung Hohenaspe bis zum Kreisel (Autobahnauffahrt Heide) sauber.

Er schimpft nicht nur über Müll, sondern er tut auch etwas dagegen und im Streckenabschnitt bei Ottenbüttel ist Aktionismus oft bitter nötig. Mit einer Greifzange in der Hand steigt der Pensionär manchmal bis tief in den Straßengraben, um den Abfall von Umweltferkeln aufzusammeln. Schon in der Zeit als Hans-Detlef Maaß noch als Berufskraftfahrer arbeitete, fielen ihm manche seiner Kollegen negativ auf, die einfach aus den Fahrzeugen ihren Unrat entsorgten.

Es geht dem Ottenbüttler gegen sein Umweltbewusstsein, am Straßenrand unendliche Massen von Müll liegen zu sehen und so packt er freiwillig an. Je nach Bedarf seit zehn Jahren in Absprache mit dem Landesbetrieb Straßenbau – zwei Tage in der Woche. Pro Tag zwei Stunden lang. „Die Straßenmeisterei kommt ihrer Aufgabe zu selten nach“, argumentiert der Ottenbüttler glaubwürdig. Die vollen Säcke stellt er an den Straßenrand und hofft, dass diese nun wenigstens abgeholt werden.

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