Umfrage : Denkanstöße für die Politik

Neue Ideen für die Nutzung des Geländes auf der Docke wünschen sich mehrere Glückstädter in unserer Umfrage.
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Neue Ideen für die Nutzung des Geländes auf der Docke wünschen sich mehrere Glückstädter in unserer Umfrage.

Was wünschen sich Bürgerinnen und Bürger aus Glückstadt und Umgebung für ihre und von ihren Kommunen für das Jahr 2015?

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02. Januar 2015, 16:39 Uhr

Was wird 2015 für die Stadt Glückstadt, die Umlandgemeinden und ihre Bürger bringen? Was wünschen sich die Einwohner für ihre Kommune, was wünschen sie sich von Stadt und Gemeinden und was könnte allgemein besser gemacht werden? Die Glückstädter Fortuna hat nachgefragt bei Bürgerinnen und Bürgern und dabei vielschichtige, interessante Aussagen mit etlichen Denkanstößen als Antworten erhalten. Lesen Sie heute den ersten Teil unserer natürlich nicht repräsentativen Neujahrsumfrage.


Weniger Hundesteuer


Kerstin Steppat (44), Versicherungsfachfrau aus Glückstadt:

„Der Stadt wünsche ich, dass sie angesichts klammer Kassen nicht untergeht und darum auch auf für mich unnötige Ausgaben verzichtet und sich wohl überlegt, wofür sie Steuergelder ausgibt. Von der Stadt wünsche ich mir noch mehr Überlegung bei der Gestaltung der Docke. Hier könnte Geld sicherlich sinnvoll – zum Beispiel für eine durchgehende Asphaltierung – ausgegeben werden. Außerdem würde ich es begrüßen, wenn die Stadt steuerfreundlicher zu Hundehaltern wäre.“


Kein Fracking


Gerhard Müller (76), Rentner aus Kollmar:

„Ich wünsche mir, dass es kein Fracking in Schleswig-Holstein geben wird. Unseren Umweltminister Robert Habeck finde ich gut und seine Entscheidungen mutig. Für Kollmar wünsche ich mir, dass die Dampferbrücke mehr genutzt wird. Ich freue mich aber auch über die konstruktive Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung in Kollmar, das war früher leider häufig nicht der Fall.“


Webcam am Hafen


Jörg Schönberger (50), Herbergsvater aus Glückstadt:

„Von der Stadt wünsche ich mir eine Sperrung der Marktumfahrung von Mai bis September. Das würde der touristischen Qualität entgegenkommen. Außerdem könnte die Stadt eine Webcam am Hafen positionieren. Mich stören aber auch die Nicht-Einhaltung des Tempolimits an der Jugendherberge genau wie Nichtblinken an Kreiselausfahrten. Aber das ist wohl eine andere Baustelle. Besser machen könnte die Stadt eine Vermarktung des Themenparkes Fisch mit Open-Air-Kino, kleinen Konzerten, Ausbau der Stellplätze.“


Harmonisches Miteinander


Ute Gutt (41), Lehrerin aus Glückstadt:

„Ein harmonisches Miteinander der Bürger wünsche ich der Stadt. Von der Stadt wünsche ich mir eine optische Aufwertung: Für die Pflege von Anlagen, Rabatten und Straßengrün wird zu wenig getan. Besser machen könnte die Stadt auch den Fischpark. Diese Rumpelhalde sieht aus wie ein Parkplatz mit Spielgeräten.“


Mehr Bahnhalte


Finn von Steuben (22), Student aus Herzhorn:

„Ich wünsche mir mehr Bahnhalte in Herzhorn. Ansonsten bin ich zufrieden. In Herzhorn ist fast noch alles da, was man so braucht, beinahe wie in einer Kleinstadt.“


Pflege der Sportanlagen


Kay-Benita Krohn (27), medizinische Kosmetikerin aus Glückstadt:

„Der Stadt wünsche ich, dass sie weiterhin ein so schöner Touristenmagnet bleibt. Vor allem die Hafenszenerie macht Glückstadt erlebenswert. Von der Stadt wünsche ich mir, dass sportlich veranlagte Jugendliche bessere Perspektiven erhalten. Dazu zählt für mich die Pflege der Sportanlagen. Die machen einen teilweise verwahrlosten Eindruck. Zum Beispiel wachsen durch die Tartanbahn an der Sporthalle Nord schon Baumwurzeln. Darauf zu trainieren, ist eine Zumutung.“


Begegnungsort aller Kulturen


Cristina Albertsen (44), Näherin aus Glückstadt:

„Einen Ort, einen Raum, in dem sich alle hier ansässigen Nationen treffen können zum Austausch von Gedanken, zum Spielen und Fröhlich sein, vielleicht zum gemeinsamen Kochen würde ich mir von der Stadt wünschen. Auch dass sie Einfluss nimmt auf den Erhalt des Krankenhauses wäre mir ein Anliegen. Verbessern könnte die Stadt nach meiner Ansicht die Wohnsituation für Asylanten. Oft sind die Verhältnisse unwürdig.“


Mehr Personal für Schulen


Julia Schön (36), Lehrerin aus Sommerland mit Tochter Sinje (3):

„Ich bin bereits in Mutterschutz und wünsche mir, dass ich im Januar ein gesundes Kind auf die Welt bringe. Für die Schulpolitik wünsche ich mir, dass mehr pädagogisches Personal für die Inklusion zur Verfügung steht.“


Mehr Zufriedenheit


Thomas Fahrenkrug (51), Projektleiter aus Glückstadt:

„Wir sind gewohnt, vieles negativ zu sehen. Darum wünsche der Stadt mehr Zufriedenheit und mehr positive Nachrichten. Von der Stadt würde ich mir und sicherlich auch den vielen Gästen mehr kostenlose Parkmöglichkeiten wünschen. Das würde dem Image sicher entgegen kommen. Besser machen könnte die Stadt ihre Präsenz und die positive Darstellung in der Öffentlichkeit.“

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