16. Itzehoer Störlauf : Denise Hoffmann und Thomas Ebel liegen im Halbmarathon vorn

Klar vorn: Denise Hoffmann.
1 von 3
Klar vorn: Denise Hoffmann.

Packender Dreikampf bei den Männern

von
11. Mai 2015, 05:00 Uhr

Das Halbmarathon-Rennen der Männer war geprägt von einem packenden Dreikampf, den sich Thomas Ebel (1:19:52/Hamburg), Andreas Ehlers (1:20:24/Hingstheide) und Philipp Müller (1:21:10/Büdelsdorf) an der Spitze des über 500-köpfigen Teilnehmerfeldes lieferten. Entsprechend ausgepumpt waren die Protagonisten im Ziel, so dass Thomas Ebel auch unumwunden zugab. „Ich glaube, das war mein anstrengendster Lauf überhaupt.“

Bis Kilometer zwölf liefen alle drei auf Augenhöhe. Dann zog Philipp Müller mehrmals kurz an und versuchte, sich der Konkurrenz zu entledigen. Im Falle von Andreas Ehlers klappte das auch zunächst ganz gut, doch dann hatte Thomas Ebel bei Kilometer 15 „die Faxen dicke“ und machte selber Ernst. Bei Thomas Ebel heißt das dann so: „Nachdem ich zuerst nur mit Philip mitgegangen war, lief ich dann meinen Stiefel herunter.“ Dass das nach seinem Mannschaftsgold bei der Halbmarathon-DM (1:16:36) und dem Sieg bei den Hamburger Marathonmeisterschaften (2:41:38) vor einer Woche in Hamburg noch ging, ist höchst bewundernswert und erstaunlich. Ebel startet in der Altersklasse M50.

Ziel von Andreas Ehlers sei es gewesen, „solange wie möglich an Thomas dran zu bleiben“, deshalb überließ er dem Hamburger auch die Initiative, zu der sich Philipp Müller hinzugesellte. „Nach der Verschärfung von Philipp und Thomas in Oelixdorf lief ich zunächst allein weiter, holte Philipp aber bis Münsterdorf wieder ein.“ Der Aufforderung von Ehlers hinter Münsterdorf, der dem Büdelsdorfer dort Zeichen gab, ihm zu folgen, quittierte der spätere Dritte mit dem resignierten Satz: „Ich bin raus.“

Dass Denise Hoffmann (1:27:51) überhaupt in Itzehoe bei den Frauen siegen und Lokalmatadorin Ute Krause (1:37:42) auf den zweiten Platz verweisen konnte, verdankt sie familiären Bindungen: Sie hatte ihre Schwester Nadine in Itzehoe besucht, und da lag ein Start beim Itzehoer Störlauf für die Hessin nicht fern. Auf der Strecke, sie lief dem Frauenfeld von Anfang an vorweg, hatte sie praktisch keine Konkurrenz. Deshalb konnte sie auch unbeschwert laufen und die Strecke genießen, die vor Münsterdorf „für mich am schwersten war“.

Nachdem Ute Krause in einer für sie blendenden Zeit durchs Ziel gelaufen war, dauerte es nicht lange, bis mit Alexandra Kattge (1:38:23/Itzehoe) und Nina Paustian (1:39:15/Washington. D.C.) zwei Läuferinnen folgten, die ebenfalls die 1:40 Stunden Grenze unterboten. Danach waren Nadine Hoffmann (1:42:13) und Svea Gerulat (1:42:36/Wilster) im Ziel.

Zwar hatte Alexandra Kattge stets Sichtkontakt zu Ute Krause, kam aber dennoch nicht an die Landesseniorenmeisterin (W45) heran: „Du warst einfach besser als ich“, erkannte die Dritte gegenüber der Zweiten im Ziel an. Sie laufe erst seit zwei Jahren und wollte diesmal unbedingt unter 1:40 Stunden kommen. Dafür habe sie bis zum Schluss gekämpft und alles rausgelassen.“ Das war dann wohl auch der Grund dafür, dass Nina Paustian, die extra aus den Staaten angereist war, um in Itzehoe laufen zu können, nicht an Alexandra Kattge vorbeigekommen war.

zur Startseite
Karte

Kommentare

Leserkommentare anzeigen