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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 23:14 Uhr

Naturpark : Den Schatz der Region bewahren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Verein „Naturpark Aukrug“ will Trägerschaft für das Naherholungsgebiet übernehmen. Die Bewilligung scheiterte bisher an Verwaltungsauflagen.

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2013 | 17:30 Uhr

Grüne Wälder und Wiesen, malerische Auen und Bäche und eine einzigartige Tierwelt – der Naturpark Aukrug ist ein echter Schatz für die Region. Um das Potenzial des 380 Quadratmeter großen Naherholungsgebietes voll auszuschöpfen, beschlossen die Kreise Steinburg und Rendsburg-Eckernförde vor einigen Jahren, die Trägerschaft an einen eigenen Verein abzugeben. 2012 wurde deshalb der Verein „Naturpark Aukrug“ gegründet.

Was als ambitioniertes Vorhaben begann, wurde schnell zur nervenaufreibenden Geduldsprobe. Denn trotz aller Bemühungen hat der Verein auch gut ein Jahr nach der Gründung die Trägerschaft noch immer nicht übernommen – von keinem der beiden Kreise. Schuld daran seien vor allem Versäumnisse in der Verwaltung, sagt Ernst Scheel, Vorsitzender und Bürgermeister von Sarlhusen.

Bereits im März dieses Jahres seien im Ministerium in Kiel entsprechende Konzepte vorgelegt worden. Mit ersten Erfolgen: Rund Dreiviertel der Gesamtsumme von 65 000 Euro wurden als Fördermittel bewilligt. Voraussetzung für die Zuschüsse war jedoch die Trägerschaft – und da beiße sich laut Scheel „die Katze in den Schwanz.“

Denn der Kreis könne die Trägerschaft nur bewilligen, wenn der Verein vorher die Finanzierung von Parkplätzen und Beschilderung sicherstelle. Eigentlich kein Problem – denn in der Haushaltsstelle des Kreises stünden jährlich 1400 Euro dafür bereit. Genau diese Stelle solle jedoch jetzt gestrichen werden, so dass der Verein die Finanzierung selbst übernehmen müsste. „Ohne Fördermittel nicht machbar“, so Scheel.

Ernst Scheel fühlt sich von der Verwaltung alleingelassen. „Es kann nicht sein, dass Gelder für die Naherholung nur in die Region Unterelbe fließen und wir gehen leer aus.“ Seinem Unmut machte er auch auf der letzten Amtsausschusssitzung Luft. „Ich fühle mich richtig veräppelt. Alle berufen sich ja hier auf unseren schönen Naturpark, aber keiner tut etwas dafür.“

Dabei sei genau das dringend nötig. Scheel: „Wir müssen unbedingt die Beschilderung für die Wanderwege nacharbeiten, die ist hier in Steinburg in desolatem Zustand.“ Auch eine neue Wander-App für Smartphones, wie sie in anderen Naturparks schon zum Einsatz komme, wäre eine tolle Möglichkeit, die Naherholung voranzubringen. Ohne Fördergelder sei das jedoch nicht machbar.

Von Seiten der Unteren Naturschutzbehörde hieße es außerdem, das Thema müsse zuerst in den Hauptausschuss gebracht werden, bevor eine Entscheidung getroffen werden könne. Doch viel Zeit bleibt dem Verein dafür nicht mehr. „Wir können die Fördergelder nur bis Ende des Jahres beantragen“, betont Scheel. Jetzt hofft er, dass die Frist verlängert wird und die Dringlichkeit endlich auch in der Kreisverwaltung erkannt wird.

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