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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 11:36 Uhr

Krimi Nordica : Den Mördern auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Für den Chef der Mordkommission Itzehoe ist die Krimi Nordica „Mischung aus Fachwissen und Schauspiel“. Nächste Woche ermittelt er in „Kuddels Erben" in einem ganz besonderen Fall.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2015 | 05:00 Uhr

Einem ganz besonderen Mordfall stellt sich Kriminalhauptkomissar Marco Klein bei der Veranstaltung „Kuddels Erben“. Er ermittelt jeweils um 19 Uhr am Montag, 9. November, und Donnerstag, 12. November, in der Tanzschule Giesen zusammen mit anderen Experten vor den Augen des Publikums. Klein übernimmt die Leitung der Mordkommission. „Das ist auch tatsächlich seit knapp zwei Jahren meine Position“, so der 47-Jährige. „Natürlich habe ich zugesagt. Das macht ja auch Spaß.“ Interessant werde dieses Jahr die Befragung der Zeugen vor Ort. Denn der ein oder andere aus dem Publikum in der Tanzschule werde zum Teil des Stücks.

Die meisten könnten sich gar nicht vorstellen, wie schwer es ist, als Zeuge auszusagen, so Klein. „Wenn jemand vor dir steht und dich mit einer Waffe bedroht, dann konzentrierst du dich nicht darauf, ob seine Jacke schwarz oder grau ist.“ Wenn die Aussagen zu detailliert sind, werde er manchmal skeptisch. „Etwa wenn sich ein Zeuge, der den Verdächtigen nur wenige Sekunden gesehen hat, an grüne Schnürsenkel erinnert.“

Marco Klein ist gespannt, wie es den spontanen Zeugen in „Kuddels Erben“ ergehen wird. „Wahrscheinlich werden ihre Aussagen sich in den Details unterscheiden. Aber vielleicht liege ich auch falsch und die erinnern sich genau“, sagt er schmunzelnd.

Das Stück werde möglichst realitätsnah gehalten. „Eine Mischung aus Fachwissen und Schauspiel“, so der Leiter der Mordkommission. Aber natürlich werde das eine oder andere der Veranstaltung angepasst. „Ich bin eigentlich nicht in fünf Minuten vor Ort.“

Im Allgemeinen seien seine Außeneinsätze als Führungskraft seltener geworden. In der Regel würden die Ermittler nicht mit einer einzigen großen Mannschaft am Tatort anrücken. „Normalerweise arbeiten an einem Tötungsdelikt bis zu zehn Teams, die unterschiedlichen Ermittlungssträngen nachgehen.“ Sie befragen etwa das nähere Umfeld oder beschaffen anderweitig Information. Daraus ergebe sich dann ein komplexes Puzzle, das es zu lösen gilt. „In der Tanzschule werden wir bei manchen Dingen erklären, wie es in Realität ablaufen würde“, so Klein.

Die Kollegen vom Fernsehen würden sich bei einigen Produktionen Mühe gegeben, möglichst nah an der Realität zu bleiben. „Die lassen sich von Spezialisten beraten.“ Dennoch gäbe es Dinge, die von der Wirklichkeit abweichen. Die Kriminalkomissare etwa, die am Tatort ohne weißen Schutzanzug ermitteln. „Den trage ich selbstverständlich. Denn schließlich bin ich auch nicht steril.“

>Die Veranstaltung „Kuddels Erben“ in der Tanzschule Giesen ist bereits ausverkauft.

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