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Demografischer Wandel bestimmt Vereinsleben auch beim MTV

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Wechsel vollzogen sich problemlos. Einstimmig wählten die Mitglieder des MTV Herzhorn Bernd Dittmer zum neuen zweiten Vorsitzenden. Dittmer löste Uta Schwittay ab, die nach langen Jahren Vorstandsarbeit nicht wieder kandidierte. Ebenso zügig war auch der Übergang von Claudia Carstens als neue Schriftwartin für Dorle Heiden, die nach zwölf Jahren andere Tätigkeitsfelder erkunden möchte.

Mehr als 100 Mitglieder des Vereins waren zur Jahresbilanz in die Gaststätte „Zur Linde“ gekommen. Vorsitzender Bernd Heiden stellte in seinem Jahresbericht fest, dass der demografische Wandel immer mehr Dorf- und Vereinsleben bestimme. „Wir können uns glücklich über den neuen Kindergarten schätzen und dass die Grundschule so gut angenommen wird. Der MTV generiert seinen Nachwuchs vorrangig aus beiden Einrichtungen“, betonte Heiden. Dennoch musste er mit aktuell 746 Mitgliedern einen leichten Rückgang feststellen. Mögliche Gründe: Verlust der Attraktivität des Handballs, Überbelastung junger Menschen durch Sport und Schule und „Haben wir wirklich genügend gute ehrenamtliche Trainer, die Jugendliche für Handball begeistern können?“, stellte Bernd Heiden in den Raum.

In diese Kerbe schlug auch Ehrenvorsitzender Klaus Lange: „Lebensqualität in Herzhorn entsteht auch durch qualifiziert geführte Vereine. Wir brauchen Nachwuchs und können stolz sein, dass sich trotz aller Belastung immer noch Jugendliche zur Verfügung stellen.“

Herzhorns Bürgermeister Wolfgang Glißmann wollte dem nicht nachstehen. Er befand die breitensportliche Entwicklung und das Angebot des MTV als sehr gut. „Wir müssen aber auch die Kräfte im MTV bündeln“, rief Glißmann der Versammlung zu und verkündete mit 13 Geburten in jüngster Zeit einen Babyboom innerhalb der Ortsgrenzen. Zuruf aus der Versammlung: „Jetzt geht es aufwärts.“

Den schmerzhaften Einschnitt vermeldete aber Kassenwart Rainer Glöckner. „Wir werden vermutlich ab 2015 die Beträge erhöhen müssen.“ Grund: Gestiegene Kosten für Fahrten und qualifizierte Übungsleiter sowie erhebliche Strafgelder für nicht gestellte Schiedsrichtergespanne. „Gerade dieser Punkt“, so Glöckner, „ist ein Problem, dem sich der MTV stellen muss.“

Sportlich sah Vorsitzender Bernd Heiden den MTV Herzhorn auf einem guten Weg. Und das gilt nicht nur für den Handball, sondern für alle Bereiche, die der Verein abdeckt. Ein wichtiges Projekt soll noch in diesem Jahr angepackt werden. Der Arbeitstitel: „Wie machen wir den Sportverein auf dem Dorf mit Schwerpunkt Handball zukunftsfähig?“ Denn – so betonte Heiden – gerade Senioren- und Gesundheitssport wird immer bedeutungsvoller. In weiteren Wahlen wurden Thomas Meyer (Beisitzer) und Dörte Körner (Kassenprüferin) in ihren Ämtern bestätigt.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 16:10 Uhr

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