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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 23:34 Uhr

Deichbullen ermitteln in Kollmar

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Neues Filmprojekt von Michael Söth / Sänger der Liedertafel Kollmar mit dabei

von
erstellt am 21.Apr.2015 | 16:11 Uhr

Seit dieser Woche hat Kollmar wieder Polizisten. Und diese fahren auch noch einen Oldtimer. An einem Ferienhaus in der Schulstraße ist ein Schild „Polizei Kollmar“ montiert. Im Garten singt der Männerchor aus Kollmar „Wir lieben die Nordsee“, und in der Eingangstür stehen Christian Dabeler und René Chambalu. Die beiden Schauspieler verkörpern die älteren Hamburger Polizisten Hartmut Paulsen alias „Reverend“ und Klaus Kante, genannt „Kiez“. Sie sind nach Kollmar versetzt worden und lernen hier ein völlig neues Leben kennen.

Die Söth Filmproduktion aus Elmshorn hat mit den Dreharbeiten zu der weltweit ersten norddeutschen Online-Krimi-Komödien-Serie „Deichbullen“ begonnen. Produzent, Autor und Regisseur Michael Söth (49) will zwischen Deichen und Schafen in der norddeutschen Tiefebene sein neues Filmprojekt realisieren.

Der Filmemacher hat eine Vorliebe für den trockenen Humor in ländlicher Umgebung und bereits mit „Deichking“ und „Bauernfrühstück“ zwei erfolgreiche Filme produziert. Durch Zufall ergab sich der Kontakt zum Männerchor, der Liedertafel Kollmar. Vorsitzender Arno Foth: „Als wir im November des letzten Jahres unseren Sängerball im Fährhaus gefeiert haben, waren gerade die Filmemacher zum Vorgespräch in der Gaststätte und drehten den Trailer zum Film. Michael Söth sprach uns an, ob wir nicht in dem Film mitmachen wollten und sofort wurde ein Lied mit dem Chor aufgenommen.“

In den nächsten zwei Wochen wird täglich in Kollmar gedreht. Entstehen soll ein Film in Spielfilmlänge, der ab Ende Juni immer mittwochs in einem Onlineportal in Sequenzen von sechs bis zehn Minuten Länge eingestellt wird.

Michael Söth ist gelernter Steuerfachgehilfe und betreibt seit 1992 eine Filmproduktionsfirma in Elmshorn, die Industrie-, Dokumentar- und Eventfilme produziert. Söth: „Meine Leidenschaft sind die eigenen Spielfilmprojekte, die ich realisiere, soweit ich mir das finanziell leisten kann. Die Online-Serien sind in Deutschland ein neuer Markt und ich bin gespannt, wie sich dieser Markt entwickelt.“

Der erste Drehtag ist für alle Beteiligten aufregend und anstrengend, denn alle müssen sich mit den örtlichen Gegebenheiten und dem technischen Produktionsaufwand vertraut machen. Für die Aufnahme mit dem Chor werden acht Einstellungen gedreht, denn Licht und Ton müssen passen und auch der Abgang muss zur nächsten Szene passen.

Am Set herrscht eine lockere Atmosphäre, und der Regisseur ermuntert die Darsteller immer wieder mit Lob.. Söth hat bereits schöne Landschaftsaufnahmen im Dorf gedreht. Und spannend für die Hauptdarsteller ist, sie wissen noch nicht, welche interessanten Fälle sie über vermisste Personen lösen müssen. Das bekommen sie erst am Tag vorher zu wissen. „Reverend“ Hartmut Paulsen, der vorher im Innendienst des Polizeipräsidiums in Hamburg gearbeitet hat, kündigt an: „Wir werden das Grundgesetz in Kollmar durchsetzen, hier wird endlich mal aufgeräumt.“

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