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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 00:45 Uhr

Defizit fällt bisher deutlich geringer aus

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Politik mit Quartalsbericht des Kämmerers zufrieden

shz.de von
erstellt am 30.Apr.2015 | 12:14 Uhr

Das Finanzdesaster des vergangenen Jahres soll sich beim Kreis Steinburg nicht wiederholen. Ein Rezept dagegen sind regelmäßige Quartalsberichte, die die Politiker vierteljährlich über den finanziellen Stand unterrichten. Den ersten legte die Kämmerei jetzt dem Hauptausschuss vor.

Und die Politiker zeigten sich zufrieden damit, regten aber kleinere Änderungen an. „Die Zahlen sind sehr hilfreich, wir wissen schon jetzt, in welche Richtung es geht“, sagte unter anderem Dr. Siegfried Hansen (Piraten). Der Quartalsbericht sei aber nicht nur für das Ehrenamt ein Steuerungsinstrument, sondern auch für das Hauptamt, betonte Rainer Naudiet (SPD). Denn er habe den Eindruck gehabt, dass im vergangenen Jahr auch Kämmerei und Landrat nicht immer den vollen Überblick gehabt hätten.

Der fehlende Überblick hatte im vergangenen Jahr für viel Streit zwischen Gemeinden und Kreis gesorgt. Da fast bis Ende des Jahres von einem Minus in Höhe von neun Millionen Euro im Kreishaushalt ausgegangen wurde, drohte der Kreis mit einer Erhöhung der Kreisumlage und rief damit den erbitterten Widerstand der Kommunen hervor. Ende des Jahres verwandelte sich das Minus dann plötzlich in ein Plus von 5,3 Millionen Euro. Die Folge: Die Kreisumlage war vom Tisch, die Kreispolitiker waren verärgert, weil sie nicht rechtzeitig informiert worden waren.

Das Plus im Haushalt ergab sich, weil Ende des Jahres noch Gelder wie Fehlbetragszuweisungen vom Land eingingen, die nicht absehbar waren, und weil Planzahlen, die sich im Laufe des Jahres verbessert hatten, nicht sofort weitergegeben worden waren.

Mit den neuen Quartalsberichten erhoffen sich die Politiker, immer auf den neuesten Stand zu sein und reagieren zu können. Einig waren sich Verwaltung und Ehrenamt, dass der erste Bericht noch nicht aussagekräftig war, aber eine Richtung aufzeigt. Erst der zweite und dritte Quartalsbericht werde belastbarere Zahlen präsentieren, so Naudiet.

Der Bericht listet die Zahlen in den Bereichen Soziales, Jugendhilfe, Personal und Gebühren auf und gibt die Abweichungen zwischen Plan und Ist-Zustand wieder. Das vorläufige Fazit nach den ersten drei Monaten: Es läuft besser als erwartet. Mit einem Defizit von 8,5 Millionen wurde gerechnet, zurzeit liegt es bei nur vier Millionen Euro.

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