Volkshochschule : Debattierclub unter Federführung der VHS

Zufrieden mit der Resonanz auf den Politischen Club: Elke Schmidt-Wessel und Johannes Wöllfert
Zufrieden mit der Resonanz auf den Politischen Club: Elke Schmidt-Wessel und Johannes Wöllfert

Einen erfolgreichen Start legt der neue „Politische Club“ der Brunsbütteler Volkshochschule hin – ein Forum, in dem Diskussion gelebt wird.

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06. November 2013, 05:00 Uhr

Über ein Dutzend diskussionsfreudige Gäste besuchten die Auftaktveranstaltung des neuen Diskutierclubs der Brunsbütteler Volkshochschule in den Räumlichkeiten des Heimatmuseums.

Unter dem Motto „Empört Euch!“, in Anlehnung an das gleichnamige und millionenfach verkaufte Schriftwerk des Anfang des Jahres verstorbenen Widerstandskämpfers und KZ-Überlebenden Stéphane Hessel, hatten Dr. Elke Schmidt- Wessel und Johannes Wöllfert zu dieser Veranstaltung geladen. Während der französische Autor in seinem Werk mit eindringlichen Worten zum friedlichen Widerstand gegen die Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft aufruft, wollten die Gastgeber gemeinsam mit den Teilnehmern erst einmal der Frage auf den Grund gehen, welche Themen derzeit für Empörung sorgen.

So vielseitig wie die Persönlichkeiten, die sich an der ersten Diskussionsrunde beteiligten, war am Ende auch die Liste der Angelegenheiten, die die Menschen umtreibt. So wurde Unmut über die Diskussionen um den Mindestlohn laut, über die Rolle der Medien bei den Bundestagswahlen, den Umgang mit der NSA-Affäre, die Situationen in Pflegeheimen und Krankenhäusern, die Bildungspolitik der vergangenen Jahrzehnte sowie die derzeitige Energiepolitik. „Ich denke, wir müssen uns um Themen für unsere Diskussionsrunde keine Sorgen machen“, stellte Dr. Elke Schmidt-Wessel fest.

Nach fast dreistündigen, zum Teil lebhaften, aber immer geordneten Diskussionen, in denen sich jeder Teilnehmer einbringen konnte, blieben die Fragen nach dem Umgang mit der Empörung und den Möglichkeiten, wie man sich für seine Überzeugungen stark machen kann, nahezu unbeantwortet. Dennoch zeigten sich die Teilnehmer mit dem Verlauf der Auftaktveranstaltung zufrieden. Für künftige Veranstaltungen sollen jedoch Themenschwerpunkte aus den Kreisen der Teilnehmer vorgegeben werden, sodass pro Abend lediglich ein Thema diskutiert wird und somit auch ausreichend Zeit vorhanden ist, um Überlegungen nachgehen zu können, ob es Möglichkeiten des Widerstandes gibt und in welcher Form eine friedliche Gegenwehr am geeignetsten wäre.

„Wir hatten selber gar kein Gefühl dafür, wie viele Teilnehmer kommen würden, und so hatten wir uns schon darauf eingestellt, im schlimmsten Falle halt allein eine Tasse Kaffee zu trinken. Doch das müssen wir ja nun wahrlich nicht“, freuten sich Dr. Elke Schmidt-Wesssel und Johannes Wöllfert über die positive Resonanz auf das erste Treffen.

Mit dem Thema „Buy local – was soll das bringen?“ geht der Politische Club am 25. November ab 19 Uhr in die nächste Diskussionsrunde. „Buy local“ ist die Aufforderung, dort einzukaufen, wo man lebt, und so den einheimischen Handel unterstützen.

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