Itzehoe : Dauereinsatz gegen das Laub

Blättermengen im Dichterviertel: Stanislaw Fons am Steuer der großen Kehrmaschine. Foto: ruff
Blättermengen im Dichterviertel: Stanislaw Fons am Steuer der großen Kehrmaschine. Foto: ruff

20 Mitarbeiter des Bauhofes beseitigen Blätter auf Straßen und in Grünanlagen

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05. November 2011, 08:13 Uhr

itzehoe | Es ist Hark- und Fegezeit für Hausbesitzer. Überall Blätter. Auch der städtische Bauhof ist gegen das herunter rieselnde Laub im Dauereinsatz.

Und zwar schon mitten in der Nacht. Um 2 Uhr beginnt nach Angaben von Bauhofleiter Norbert Harfst die erste Schicht auf der großen Kehrmaschine - "das ist schon wie Winterdienst", zumal es dieselben Fahrer sind. In der zweiten Schicht ist die Maschine bis 18 oder 19 Uhr unterwegs. Haupt-Einsatzorte sind natürlich die Laub-Brennpunkte wie die Breitenburger Straße oder besonders das Dichterviertel. "Dort liegen Massen", sagt Harfst fast ungläubig, obwohl die Arbeit in jedem Herbst wiederkehrt. Gerade hätten die Arbeiter für zwei Straßen im Dichterviertel vier Stunden gebraucht. Ein Problem seien wie immer die "lieben Anlieger", die die Blätter auf die Straße schöben. Einer von ihnen lobt die Vorbeifahrt der Kehrmaschine als "super kundenorientiert, der Fahrer ist ein Schatz". Aber: Eigentlich muss er das Laub vom Gehweg selbst entsorgen. Noch duldet das Amt für Bürgerdienste das Fegen Richtung Straße. "Sollte sich die Problematik verstärken, sind wir sicherlich gefordert", sagt Leiter Hans Joachim Kruse.

Nach seinen Worten werfen die Mitarbeiter des städtischen Servicedienstes bei ihren Touren durch die Stadt kein besonderes Auge auf das Thema Laub. Sie dürfen ohnehin nur Auffälligkeiten ins Rathaus weiterreichen. Sehr viel genauer werde im kommenden Winter hingesehen, so Kruse.

Im Kampf gegen die Blätter steht auch ein kleiner Trecker mit Gebläse zur Verfügung. "Der macht überall die Wege frei, wo wir das Laub in die Anlagen blasen können", sagt Harfst. So werden zum Beispiel die Blätter am Lehmwohld zurück in den Wald befördert. Insgesamt 20 Bauhof-Angestellte sind unterwegs, auch in den Grünanlagen wird fleißig geharkt. Der normale Kehr-Rhythmus verschiebe sich dadurch zwangsläufig. Zwei Laster bringen das Laub zur Kompostierung auf eine Anlage in der Carl-Zeiss-Straße. "Wir kompostieren seit Jahren selbst", sagt der Bauhof-Leiter. "Das ist die günstigste Alternative."

Zwei Wochen vielleicht noch, dann müsste das Meiste geschafft sein, meint Harfst. Es könnte auch schneller gehen - "ein bisschen Wind am Wochenende wäre nicht schlecht". Oder auch Regen, dann aber werden die Blätter schmierig. "Es hat alles seine Vor- und Nachteile." Die Arbeit jedenfalls wird dem Bauhof nicht ausgehen. Denn sind die Blätter von Straßen und Wegen, müssen Regeneinläufe gereinigt werden - 6000 an der Zahl.

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