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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 20:21 Uhr

Zukunftsprojekt : Datennetz mit Glasfaserkabel

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schnelle Leitung: Stadtwerke verbinden öffentliche Einrichtungen in Brunsbüttel mit dem Rathaus.

Vor dem Sparen steht die Investition: Für 150 000 Euro lässt die Stadt ihre öffentlichen Einrichtungen mit einer schnellen Datenverbindung über Glasfaserkabel vernetzen. Gestern war am Bildungszentrum der erste Spatenstich für das auf knapp einen Monat angelegte Vorhaben. Verantwortlich sind die Stadtwerke Brunsbüttel. Das Verlegen der rund sechs Kilometer langen Glasfaserleitung übernimmt die Fritsche Netzwerktechnik aus Norderstedt.

„Für uns ist das eine Investition in die Zukunft“, sagt Stadtwerke-Chef Andreas Wulff. Zum großen Netzbetreiber will der städtische Eigenbetrieb aber noch nicht aufsteigen, könne dies auch gar nicht, betont Wulff: „Wir haben nicht eine so große Kriegskasse wie etablierte Stadtwerke in ihren Bereichen.“ Wer sich in Brunsbüttel über seine magere Internetverbindung ärgert, muss sich Alternativen suchen – oder schlicht Geduld aufbringen. Denn die Schleusenstadt gehört dem Dithmarscher Zweckverband für ein schnelles Datennetz an. Und bis das realisiert wird, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Ausscheren kann die Stadt dabei nicht.

Die Zukunft liege zunächst einmal in einem eng abgesteckten Rahmen, erläutert Jan Bornhöft, Leiter der EDV-Abteilung im Brunsbütteler Rathaus. Das neue Netz wird einerseits ein veraltetes Glasfaserkabel zwischen dem Verwaltungssitz sowie dem alten und dem neuen Bauamt ersetzen. Zugleich wird das Bildungszentrum samt Stadtbücherei ebenso neu angeschlossen wie das Förderzentrum und die Regionalschule sowie die Feuerwache an der Kopernikusstraße. Der Vorteil der engen Einbindung dieser Einrichtungen liegt für Bornhöft in der Kostenersparnis. Es genüge in Zukunft eine gemeinsame Telefonanlage und ein zentraler Server. Das minimiere den Wartungsaufwand und es sei weniger Hardware nötig.

Stadtwerke und Bauhof sind erstmal nicht dabei, der Weg dorthin sei derzeit zu weit und damit zu teuer, sagt Wulff. Ausgeweitet werden könne das Netz aber auf LUV und die Kindergärten. Außen vor ist auch die Volkshochschule. Die ist in einem nicht-öffentlichen Gebäude untergebracht und als Verein ohnehin nicht Zielgruppe des Projekts.

Die Bauarbeiten werden punktuell erfolgen, erklärt Fritsche-Geschäftsleiter Sven Voerner: Zwischen einzelnen Baugruben wird gebohrt. Und vielfach sind, wie am Bildungszentrum im Zuge der Fernwärmeanbindung geschehen, Leerrohre für das Kabel bereits verlegt worden.

 

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erstellt am 09.Okt.2013 | 11:45 Uhr

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