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FeuerwehrKonzert in Itzehoe : „Das wollen wir nicht verpassen“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

120 Musiker aus fünf Orchestern zeigen beim Großkonzert der Steinburger Feuerwehrmusikzüge im Theater Itzehoe ihr Können.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2017 | 12:35 Uhr

Sie probt seit acht Jahren fast jede Woche an der Klarinette. Das wollten sich ihre Verwandten nicht entgehen lassen: Für den Auftritt ihrer Enkelin kamen die Großeltern von Namika Vogel (16) aus dem Musikzug Kremperheide extra aus Elmshorn ins Theater nach Itzehoe.

Dort gaben die Spielmanns- und Musikzüge des Kreisfeuerwehrverbands Steinburg am vergangenen Wochenende ihr jährliches Großkonzert. 120 Musiker aus fünf Orchestern boten in ihren abwechselnden Darbietungen zweieinhalb Stunden lang eine große Bandbreite an Stilen, von Märschen über Schlager bis hin zu Rock und Pop. Etwa 350 Besucher sorgten bei dem seit 2009 zum neunten Mal veranstalteten Ereignis für einen gut besetzten Saal. „Das ist schön, rührend und emotional zugleich“, sagte Namika Vogels Großmutter Ingrid Vogel, die mit fast der gesamten Familie gekommen war. „Wir sind jedes Jahr dabei, denn das wollen wir nicht verpassen. Und das Programm ist super“, befand sie. Eröffnet von den Spielmannszügen Borsfleth und Schenefeld-Vaale mit dem Klassiker „Gruß an Kiel“, folgte ein vielseitiges Programm von der „Matrosenliebe“ über „Wanderlieder“ bis hin zum „Trompetenecho“ und „Fiesta Mexicana“.

Namika Vogel spielt ihr Instrument seit ihrem neunten Lebensjahr und war bereits zum vierten Mal am Großkonzert beteiligt. „Schwierig ist der Fliegermarsch, den wir mit anderen zusammen spielen“, sagte sie: „Den haben wir erst neu eingeübt.“ Mit diesem gemeinsam gespielten Stück läuteten die Musikzüge aus Lägerdorf und Wacken sowie der Jugendmusikzug Kremperheide die zweite Runde ein. Da war auch Namika Vogels großer Moment gekommen. Mit viel Vorbereitung und einer Extraprobe sowie einem Probenwochenende haben sie das gut gemeistert. Neben diesem großen Ereignis hat ihr Musikzug außerdem ein Jahresabschlusskonzert und ein Frühjahrskonzert in Kremperheide zu bewältigen, auf die sie sich noch vorbereiten muss.

Die Familie hatte gleich doppelten Grund, auf ihren Nachwuchs stolz zu sein, denn auch Namikas Bruder Tristan Vogel (17) spielte an der Trompete mit. „Ich bin ganz zufrieden mit dem Spiel heute Abend“, sagte er. Namikas Freundin Michelle Mahn (17) saß an der Querflöte. „Um das Programm abwechslungsreicher zu machen, haben wir einige neue Stücke eingeübt“, erzählte auch sie.

Überhaupt war an diesem Abend eine große Vielfalt zu entdecken – von alten Stücken wie dem „Schwalbenmarsch“ bis hin zu Schlagern wie „Er hat ein knallrotes Gummiboot“, Rock und Pop-Songs wie „The Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel oder „I Will Survive“ von Gloria Gaynor und Beatmusik wie die großen Titel der Beatles.

So freute sich auch Moderator Manfred Riemann, Amtswehrführer vom Amt Krempermarsch, über das große Spektrum und die gute Resonanz: „Unser Konzert ist gut besucht, die Stimmung ist gut, und das Programm sehr abwechslungsreich.“ Neben zahlreichen Angehörigen seien viele Besucher gekommen, „die einfach gute Musik hören wollen“, sagte er. „Mir gefällt das Konzert, weil ich die Musik mag.“

Nun kann sich auch Familie Vogel auf das nächste größere Ereignis freuen: „Beim Jahresabschlusskonzert unserer Enkelin in Kremperheide sind wir wieder dabei“, verriet ihre andere Großmutter Anke Wegner.

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