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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 17:15 Uhr

Breitband : Das Warten hat ein Ende

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Erstes Gebiet jetzt vollständig ans schnelle Internet angeschlossen. Bis Sommer 2015 folgen weitere 30 Gemeinden.

von
erstellt am 22.Nov.2014 | 15:45 Uhr

Seit Sommer wohnen Natalie Christ und ihr Freund Robert Haase in Fitzbek. Eine Voraussetzung für den Umzug aufs Land: eine schnelle Internetverbindung. Und damit konnte die Gemeinde dienen. Denn Fitzbek gehört zum ersten Gebiet, dass über den Zweckverband Breitbandversorgung Steinburg (ZVBS) mit einem Glasfasernetz versorgt werden sollte. Bis jetzt musste sich das junge Paar zwar noch mit einer langsamen Internetverbindung begnügen, aber ab sofort steht die Datenautobahn zur Verfügung. Fast auf den Tag genau vier Jahre nach der Gründung des Zweckverbands erfolgte im ersten Abschnitt die Aufschaltung der Haushalte. Davon profitieren die Nutzer in den neun Gemeinden um Sarlhusen und Rosdorf herum. In Quarnstedt, das auch zum Gebiet gehört, sind noch einige Arbeiten zu erledigen, der Anschluss ist jedoch in nächster Zeit geplant. Die Bauabnahme wird Mitte Dezember vorgenommen. „Die gute Zusammenarbeit der vielen Beteiligten zahlt sich aus. Die ersten Haushalte profitieren nun von der Solidargemeinschaft der 100 Verbandsgemeinden“, freute sich Henning Ratjen, Vorsitzender des Zweckverbands.

Zu den ersten Nutzern zählen Natalie Christ (29) und Robert Haase. Vor allem der 30-Jährige ist auf das schnelle Internet angewiesen, denn er will in Kürze einen Tabletop-Online-Shop (Strategiespiele mit Miniaturfiguren) eröffnen. „Deshalb war die schnelle Verbindung mit 100 Mbit für uns eine absolute Voraussetzung für den Umzug von Neumünster nach Fitzbek“, sagt Natalie Christ. Auch sie selbst nutzt die neue Möglichkeit für Recherchen und Arbeiten für ihre Doktorarbeit. Ihre Fernseher sind mittlerweile ebenfalls ans Internet angeschlossen

Auch der Partner des Zweckverbands, die Stadtwerke Neumünster (SVN), ist mit dem Erreichten zufrieden: „Wir haben in Steinburg in kurzer Zeit eine Menge erreicht – dazu haben alle beigetragen, die Bürger, der Zweckverband und die Mitarbeiter der SWN“, sagt Björn Ducht, Projektkoordinator der Stadtwerke.

„100 Gemeinden im Kreis Steinburg, ein Ziel“, das war das Motto, mit dem der Zweckverband an den Start ging. Nach einer europaweiten Ausschreibung im Jahr 2013 wurden die Stadtwerke Neumünster Anfang 2014 beauftragt, für 63 Mitgliedsgemeinden die Versorgung mit dem schnellen Internet via Glasfaser herzustellen. Zuvor hatten sich die SWN in einem Verhandlungsverfahren gegen weitere Anbieter durchgesetzt. Nicht dabei im ersten Schritt waren die Ämter Horst-Herzhorn, Wilstermarsch und Krempermarsch, für diese läuft die Ausschreibung zurzeit noch.

Der Zweckverband investiert 44 Millionen in ein Leerrohrnetz, das an die SWN langfristig verpachtet wird. Die Stadtwerke zahlen für die Nutzung eine Pacht, die aus den Einnahmen aus Verträgen mit den Endkunden beglichen wird. Das Neumünsteraner Unternehmen investiert selbst noch einmal acht Millionen Euro, um die Versorgung der Haushalte in den 63 Gemeinden zu ermöglichen. Für die Finanzierung des ZVBS-Anteils steht die Investitionsbank Schleswig-Holstein bereit. „Als Landesförderinstitut unterstützt die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) die Umsetzung der Vorhaben und finanziert diese mit zinsgünstigen Darlehen aus dem Programm IB.SH Breitband auch mit“, sagt Olaf Tölke, Leiter des Bereichs Kommunal- und Infrastrukturfinanzierungen.

In 30 Gemeinden wurde die Vermarktung bereits erfolgreich abgeschlossen. Bis zu den Sommerferien 2015 sollen diese Gemeinden alle angeschlossen werden. Ziel ist es, alle 63 Gemeinden bis Ende 2017 am Glasfasernetz zu haben, dazu wird es auch nächstes Jahr einzelne Vermarktungsaktionen geben.

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