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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 09:58 Uhr

Märchen : Das war ganz großes Erzähltheater

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tolle Bilanz zum Abschluss der Märchentage in Kellinghhusen. Alle Veranstaltungen waren mehr als ausgebucht.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 16:21 Uhr

„Ein voller Erfolg“, „Mehr als man erwarten konnte“ – Voll des Lobes waren die Organisatoren über die Reaktionen auf ihr Angebot. Die „1. Kellinghusener Märchentage“ gingen nun mit einem großen Abschiedsabend zu Ende.

Nach der Auftaktveranstaltung mit 70 Besuchern in der Ulmenhofschule vor einer Woche (wir berichteten) und daran anschließenden täglichen Erzählabenden an unterschiedlichen Orten in Kellinghusen und Wrist herrschte auch in der „Klappstuhlkultur“ in der Brauerstraße volles Haus. Zur musikalischen Begleitung von Béla Boumazy (Saxophon) und Barbara Janke (Keltische Harfe) boten die Veranstalter noch einmal ein Feuerwerk an Protagonisten auf: 13 Erzählerinnen und ein Erzähler gingen in ihren Geschichten der Frage nach: „Was stört den Stör in der Stör“ – oder „Märchen vom Wunschfisch und andere Wahrheiten“.

Zuvor hat es eine Woche lang jeden Abend großes Erzähltheater zu den Geschichten von insgesamt 26 Erzählerinnen und Erzählern und dazu sieben Musikern gegeben. Dazu kamen insgesamt 300 Besucher. Jedes Mal musikalisch umrahmt, trugen die Erzählerinnen, in mittelalterliche Gewänder gehüllt, ihre Geschichten einzeln im freien Vortrag vor. Auf diese Weise wurde eine Woche lang Phantasie und Vorstellungskraft des Publikums angeregt.

Das Gute daran: „Jeder Abend war ausverkauft, bei einigen Veranstaltungen mussten wir noch Stühle dazu stellen“, sagte Erzählerin und Mitorganisatorin Gudrun Böteführ. „Wir waren begeistert über die Resonanz.“ Es seien viele „Wiederholungstäter“ dabei gewesen, die zu mehreren Veranstaltungen gekommen seien.

Nach der Auftaktveranstaltung waren die Akteure auch in weiteren Einrichtungen zu Gast. „Im Marionettentheater war es sehr schön“, resümierte die Erzählerin. „In die Bücherei kamen mehr Besucher, als wir dachten. Vielen Interessenten mussten wir sogar eine Absage erteilen, weil es zu voll war“, bedauerte sie. Weiterhin waren sie auch im Kindergarten, wo sie ihre Geschichten 35 Minuten lang den ganz Kleinen erzählten. Und sie bestritten eine Stunde in den Schulen und haben dort auch Märchenbogen malen lassen, damit die Kinder selber mit ihrer Phantasie in das Geschehen eingreifen konnten. Auch im Seniorenheim sei die Erzählstunde sehr gut angekommen worden. „Alle haben schön zugehört“, so Maike-Lovis Jung. „Über die geleisteten Termine hinaus hatten wir auch weitere Anfragen und hätten noch viel mehr machen können“, freute sie sich.

Ein Workshop mit 15 Plätzen war ausgebucht, und die Teilnehmer äußerten sogar den Wunsch, diesen als Gruppe noch einmal zu wiederholen. Maike-Lovis Jung fiel auf: „Das Publikum hat es genossen, dass es einmal zur Ruhe kommen konnte in einer Zeit, wo so viel los ist.“ Und: „Die Besucher forderten uns dazu auf, das auf alle Fälle weiter zu machen und wer nicht da war, ärgerte sich.“
Aufgrund des großen Erfolges stand für die Inititatoren bereits fest: „Wir werden das nächstes Jahr wiederholen, wissen nur noch nicht wann und in welcher Form und ob wieder ohne Gage ein zweites Mal so Henning Janke. Die Frage sei, ob sie es im nächsten Jahr oder in zwei Jahren erneut anbieten. Henning Janke: „Das müssen wir noch einmal im Herzen bewegen.“

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