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Ärztemangel : „Das Thema brennt unter den Nägeln“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinde Hohenlockstedt will die hausärztliche Versorgung sichern. Ein Koordinator soll helfen.

Dem drohenden Hausärztemangel in Hohenlockstedt will die Politik mit einem Projektplan begegnen. Mittel- und langfristig soll damit die ärztliche Versorgung in der Gemeinde gesichert werden. Zurzeit sind dort drei Hausärzte tätig, einer von ihnen geht kurzfristig in Ruhestand. „Wenn uns diese Stelle wegbricht und nicht wieder besetzt wird, ist die medizinische Versorgung nicht gewährleistet“, betonte der Finanzausschussvorsitzende Carsten Fürst (BfH) während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Das Thema ist nicht neu, schon vor über zehn Jahren hatte die damalige Hohenlockstedter Bürgervereinigung vor einem Notstand gewarnt. Einen Vorschlag machte die HBV-Fraktion auch – eine Arztpraxis im Rathaus. Diese Idee wurde jedoch nicht weiter diskutiert. Vor einigen Jahren brachte dann die CDU das Thema erneut auf die Tagesordnung, auch ein Arbeitskreis beschäftigte sich damit. Die Beratungen, an denen auch die örtlichen Hausärzte mit eingebunden waren, führten zum Vorschlag, ein gemeinsames Ärztehaus bauen zu lassen. Laut CDU gab es auch einen Investor, doch dieser konnte sich mit den Ärzten nicht auf eine spätere Miete verständigen. „Der Investor steht noch bereit“ betonte jetzt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Holste.

Ziel ist es jetzt, die Hausärzte an einen Tisch zu bekommen und über das weitere Vorgehen mit ihnen Einigkeit zu erzielen. Dies soll mit Hilfe eines außenstehenden Beraters erfolgen. Diesen Auftrag erhält Harald Stender. Der Koordinator für die ambulante Versorgung im Kreis Dithmarschen hatte kürzlich im Finanzausschuss einen Vortrag zum Thema „Der Hausarzt im ländlichen Raum“ gehalten.

Die SPD wollte mehrheitlich nicht zustimmen, da entscheidende, neue Aspekte nicht diskutiert und in eine Entscheidungsfindung einbezogen worden seien, so Fraktionschef Theodor Scheit. Dies könne jedoch nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit geschehen, darauf wollte sich die Mehrheit der Gemeindevertretung jedoch nicht einlassen. „Das Thema brennt unter den Nägeln, wir können es nicht immer wieder verschieben“, betonte Holste.

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erstellt am 26.Jul.2017 | 12:00 Uhr

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