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Wohlfahrt : Das „soziale Gewissen“ verlässt Verband

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Paritätischer Wohlfahrtsverband verabschiedet Bärbel Juister mit der Goldnenen Ehrennadel.

Über Jahrzehnte hat sie sich ehrenamtlich im Kreis engagiert, seit 2004 war sie als Kreisvertreterin im Paritätischen Wohlfahrtsverband Schleswig-Holstein aktiv. Für ihr umfassendes Engagement wurde Bärbel Juister nun das goldenen Ehrenabzeichen verliehen. Gleichzeitig wurde sie aus dem Verbandsrat verabschiedet – pünktlich zu ihrem 70. Geburtstag entschied sie sich dafür aufzuhören. „Du fehlst uns!“, sagte Verbandsratsvorsitzender Klaus Magesching in seiner Begrüßungsansprache. Persönlich und fachlich habe Juister die Sitzungen bereichert und jetzt ein „riesen Loch“ hinterlassen.

Dem konnte sich Frauke Walhorn, Ehrenvorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbands, nur anschließen. „Liebe auf den zweiten Blick“ sei es zwischen ihr und Bärbel Juister vor 30 Jahren gewesen. Gemeinsam hätten sie seitdem viele sozialpolitische Ziele verfolgt und „nicht alles, aber vieles ist gelungen“. Besonders auf Nachhaltigkeit habe Juister in ihrer politischen Aktivität immer großen Wert gelegt und ihre Ziele immer konsequent verfolgt. Die Themen reichten für die gelernte Erzieherin dabei von Kindern mit Behinderung über die Einrichtung von Kinder- und Jugendparlamenten im Kreis bis hin zur Heimaufsicht im Altenpflegebereich. Unter anderem war Juister Mitbegründerin des Frauenforums im Kreis. „Wo sie nicht weiter kam, ist sie den Landespolitikern auf den Wecker gegangen“, erzählte Walhorn. Später landete Juister als „das soziale Gewissen des Verbandsrats“ beim Paritätischen, so Wallhorn. Heute sei das Kreisbüro des Verbands, das im Haus der Brücke in der Wilhelm-Biehl-Straße untergebracht ist, „eine effiziente Anlaufstelle für vernetzte Sozialarbeit im Kreis“.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Marlen Koch, die ebenfalls in den Ruhestand verabschiedet wurde, hatte Juister das Büro aufgebaut und zahlreiche Veranstaltungen durchgeführt. Zu den Erfolgen zählten die Einrichtung eines Behindertenbeauftragten des Kreises sowie einer entsprechenden Beschwerdestelle.

Walhorn dankte ihrer Mitstreiterin für ihre engagierte und verlässliche Arbeit. Ihr Dank galt auch Juisters Ehemann Hans-Walter, der seiner Frau an diesem Abend mitsamt den gemeinsamen Kindern nicht nur begleitete, sondern ihr auch immer den Rücken stärkte.

Erschienen war auch Landrat Thorsten Wendt , um der aktiven Ehrenamtlerin seine Glückwünsche zu überbringen. „Sie lässt nicht locker – wie ein Terrier“, meinte er augenzwinkernd. „Unstrittig“ seien die sozialen Aufgaben, die Juister benenne und angehe. Für ihre Konsequenz und Hartnäckigkeit sprach er ihr seine Anerkennung aus.

Juister selbst zeigte sich überwältigt und bedankte sich. Dabei verwies sie auf die Mitstreiterinnen, unter ihnen Marlen Koch und Eva Gruitrooy: „Ohne Sie und euch hätte ich das im Leben nicht geschafft.“ Nicht zuletzt galt ihr Dank der Familie. Vollständig könne sie sich noch nicht von der Arbeit verabschieden, „weil es mir so viel Spaß macht“.

Neben der Ehrennadel des Paritätischen wird sie künftig auch das Bundesverdienstkreuz ihr Eigen nennen können: Am 17. Februar wird ihr in Kiel der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen.

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erstellt am 03.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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