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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 12:19 Uhr

Das Schiff - und ein Schipperfest

vom

Wenn alles glatt läuft, kommt die "Klostersande" Dienstagabend an / Museumsteam hofft auf viele Segler bei Ausstellungseröffnung

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2013 | 10:02 Uhr

Elmshorn | Die "Klostersande" kommt zu Besuch nach Elmshorn. Gegen 10 Uhr soll sie am Dienstag, 14. Mai, in Hamburg ablegen, zwischen 16 und 17 Uhr wird sie am Krückausperrwerk erwartet. Zur Hochwasserzeit zwischen 18.40 und 19.40 Uhr soll das Schiff dann die "Käpten-Jürs-Brücke" passieren und in den Hafen einlaufen. Tipp für "Deichgucker": Auf ungefähr der Hälfte der Krückaustrecke befinden sich die historische Fähre Kronsnest beziehungsweise das Fährhaus Spiekerhörn.

Ob nun die Freizeit-Segler in den Marschhäfen der Au oder die Elmshorner Wassersportvereine: alle wollen die "Klostersande" begrüßen. So wird zum Beispiel beim Wassersportverein Elmshorn (WSE) über die Toppen geflaggt und Musik gespielt, der Ruderclub Elmshorn ist dabei und auch die Mitglieder des Segler-Vereins Elmshorn (SVE) schmücken ihre Pier und werden zahlreich am Ufer stehen: Der Verein hat Dienstag Versammlung, und die soll bei Ankunft der "Klostersande" unterbrochen werden - schließlich gehört auch der SVE-Vorsitzende Hans Barzel mit zu den Organisatoren des "Klostersande"-Besuchs und wird bei der Versammlung "seine Mitglieder" von Bord des Haferfrachters aus begrüßen.

Mit Spannung erwartet wird die Ankunft des Schiffes auch im Hafen selbst oder zum Beispiel vom neuen Hafenplatz aus. Sicherlich werden auch einige der zuständigen Rathausmitarbeiter für den Bau der Hafenspange und der Klappbrücke das Einlaufen verfolgen. Denn: Es dürfte wohl vorerst kaum ein größeres Schiff die neue Brücke passieren.

Eigentlich war geplant, die "Klostersande" für gut drei Monate als Ausstellungsschiff des Industriemuseums Elmshorn zu nutzen. Dies klappte aus verwaltungstechnischen Gründen nicht (wir berichteten). Jetzt kommt die "Klostersande" auf einen Privatbesuch in ihren ehemaligen Heimathafen zurück. Der Eigner sponsert die Fahrtkosten, denn er sieht die Reise auch als Werbefahrt: Er will das Schiff gern wieder verkaufen.

Mit Historikern und Schiffsliebhabern ist sich der Besitzer der "Klostersande" einig, dass Elmshorns letztes Frachtschiff als fahrbares, maritimes Kulturdenkmal seinen ursprünglichen Heimathafen zurückbekommen sollte. Tatsächlich tragen sich auch schon einige Elmshorner mit dem Gedanken, einen Förderverein zu gründen, um das extra für die Flussverhältnisse auf Krückau und Elbe gebaute Schiff in der Stadt zu halten und zu nutzen.

Wann die "Klostersande" Elmshorn wieder verlassen wird, steht noch nicht genau fest. Auf jeden Fall soll das Schiff möglichst noch bei der "Schipperparade" des Industriemuseums Elmshorn neben vielen Seglern ein Hingucker im Hafen sein. Mit dem Fest wird die neue Sonderausstellung "Tor zur Elbe - Hafen im Gezeitenwandel" am Wochenende 8./9. Juni eröffnet. Im Hafen und auf der Krückau wird es mit vielen Gastschiffen und unter breiter Beteiligung der unterschiedlichsten Elmshorner Wassersportler dann unter anderem Schnupperfahrten und viele Mitmachaktionen geben. Die Au ist für das Schipperfest von Sonnabend 4.36 bis Sonntag 17.37 Uhr aufgestaut.

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