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Norddeutsche Rundschau

21. Oktober 2017 | 11:10 Uhr

Minigolf : Das Runde muss ins Runde

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Minigolf-Spieler richten erstmals Deutsche Meisterschaften aus. Am Wochenende geht es bereits um den Nord-Ostsee-Pokal.

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2017 | 12:22 Uhr

Auf 18 Bahnen von Loch zu Loch: Für die einen ist es reines Freizeitvergnügen, für die anderen Sport, der regelmäßiges Training erfordert. Auf der Anlage des Miniaturgolfclubs Brunsbüttel (MGC) kommen in der Saison beide Spieler-Varianten auf ihre Kosten. Vom 28. August bis 2. September haben auf dem Platz am Freizeitbad aber die Könner mit Schläger und kleinem Ball das Sagen. 120 Sportler aus 13 Bundesländern erwartet MGC-Vorsitzender Erich Kröger (76) zu den „58.  Deutschen Meisterschaften System Miniaturgolf“. Mit einem klaren Heimvorteil geht dabei seine Frau Maren an den Start. Als einzige Teilnehmerin aus Brunsbüttel hat sich die 74-Jährige für das Feld der Seniorinnen qualifiziert.

Für den 25 Mitglieder zählenden Miniaturgolfclub, der 2014 sein 50-jähriges Bestehen feierte, ist die Ausrichtung der Deutschen Meisterschaften Premiere und Herausforderung zugleich. „Die Arbeit ist schon gewaltig“, sagt Erich Kröger. Unterstützung erhalten die Aktiven bei der Vorbereitung und während der Turniertage von zahlreichen Helfern aus anderen Vereinen. Anders wäre die Ausrichtung des Wettkampfes nicht zu leisten.

Mit Nationalhymne und prominenten Gästen – darunter Gerhard Zimmermann als Präsident des Deutschen Minigolfsport Verbandes und Bernd Kunz als Vorsitzender des Schleswig-Holsteinischen Minigolfsport-Verbandes – werden die Deutschen Meisterschaften am Dienstag, 29. August, ab 18  Uhr offiziell eröffnet. Zu diesem Zeitpunkt haben erste Spieler bereits zwei Trainingstage auf der Anlage mit Eternit-Bahnen absolviert. Ernst wird es nach einem weiteren Trainingstag am Donnerstag, 31. August, um 8.30 Uhr, wenn die Vorrunden und die Mannschaftswertung beginnen.

Entscheidend für den sportlichen Erfolg sind nicht nur ein gutes Auge und ein sicheres Händchen. Auch auf den Schläger und den richtigen Ball komme es an, erklärt Maren Kröger, die ihre „Miniaturgolf-Karriere“ 1963 beim MGC Kiel startete. „Ich habe viel gewonnen: Silber, Bronze, Pokal.“ An Deutschen Meisterschaften nimmt die Seniorin bereits zum zehnten Mal teil. Im Schnitt benötigt sie für die 18-Loch-Anlage in ihrer Wahlheimat 24 bis 25 Schläge. Davon können Freizeitspieler nur träumen.

„Wenn die Witterungsbedingungen gut sind, werden einige Teilnehmer sicher eine 18-er Runde spielen“, glaubt MGC-Vorsitzender Kröger sogar. Zumal auch Europameisterin Andrea Reinecke aus Cuxhaven bei den Deutschen Meisterschaften dabei ist. 18 Schläge für 18 Bahnen – das wäre dann die perfekte Runde. Die Finals, die sich an die Zwischenrunde am Sonnabend anschließen, erreichen nur die drei Besten der jeweiligen Altersklasse. Pokalverleihung ist am Abend bei der Abschlussfeier im Hotel „Zur Traube“.

Zuschauer sind an allen Wettkampftagen erwünscht. Das gilt auch für den „Nord-Ostsee-Pokal“, der am ersten August-Wochenende auf der Brunsbütteler Anlage ausgetragen wird. Wer Lust hat, mehr als nur ab und an den Schläger zu schwingen und Bälle einzulochen, ist beim Miniaturgolfclub Brunsbüttel gern gesehen. Die Mitgliederzahl ist seit Jahren rückläufig, jugendlicher Nachwuchs schwer zu finden. Dabei unterscheidet sich das sportliche Ziel beim Miniaturgolf gegenüber Fußball nur in einem Wort: Das Runde muss ins Runde!


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