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Das ist das Motto: Alles kann – nichts muss

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Auftaktveranstaltung für neues Steinburger Familienwerk

Für Wiebke Tischler mit Ida, 5 Jahre, und Rieke, 9 Jahre, war die Auftaktveranstaltung des Pilotprojektes Familiennetzwerke „Mit uns für alle“ in der Mensa der Itzehoer Auguste Viktoria Schule ein Erfolg. Sie kam ins Gespräch mit Melanie Griese mit Charlotte, 10 Monate, Simon, 7 Jahre, und Moritz, 9 Jahre. „Ich bin hergekommen, um Menschen kennen zu lernen“, so Tischler, „Gerade solche Veranstaltungen sind wichtig, um mit neuen Menschen in Kontakt zu kommen. Jede Familie hat ihre eigenen Erfahrungen gemacht, wir können alle voneinander lernen. Andere Familien können Probleme oft emotional nachvollziehen.“

Das Projekt Familiennetzwerke des Lebenshilfe Landesverbandes Schleswig-Holstein e.V. wird mit Mitteln der Aktion Mensch gefördert und zunächst an den beiden Standorten Kreis Steinburg und Flensburg umgesetzt. „Unsere Idee ist, dass Familien ganz viel gemeinsam haben, ganz viele Themen, die alle betreffen“, so Bärbel Brüning vom Lebenshilfe Landesverband. Familien zusammenbringen, die Lust auf Austausch, Miteinander, Ideen und Infos haben, sei das Ziel. Aber auch ganz praktische Hilfen zu organisieren: Kein Auto, um ins Kindertheater zu fahren? „Mit uns für alle.“ hilft bei der Suche nach einer Mitfahrgelegenheit. „Heute haben wir hier eine ganz bunte Mischung, viele junge Eltern mit Kindern mit und ohne Behinderung. Es geht um Fragen der Familie“, so Brüning.

Für den Kreis Steinburg ist Anke Hachenberg die Projektkoordinatorin, viele Familien kennt sie persönlich: „Was daraus jetzt alles wird, werden wir sehen. Das Motto ist: Alles kann, nichts muss. Heute sind ganz unterschiedliche Familien hier, so wie wir es uns wünschen.“

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch das Institut für Soziale Praxis der Evangelischen Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie, Hamburg. Im Vordergrund des ersten Treffens stand das Kennenlernen, nicht die großen Themen. Christian Sell, Anja Pfaff und Anne Grasmück vom impro-kontor in Flensburg luden alle Beteiligten zu Bewegungsspielen ein. Für Kaffee und Kuchen sorgte eine Schülergruppe der AVS mit ihren Lehrerinnen.

Melanie Griese war von der Veranstaltung angetan: „Wir konnten ohne Angst herkommen. Auch die Kinder können hier so sein wie sie wollen.“ Die Auftaktveranstaltung in Flensburg folgt am kommenden Samstag. Langfristig sollen ähnliche Netzwerke landesweit aufgebaut werden.

>Informationen unter: www.familiennetzwerke.lebenshilfe-sh.de oder Antje Hachenberg, Tel.: 04822/360902

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erstellt am 09.Nov.2014 | 12:42 Uhr

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