Messe : Das Handwerk lädt ein

Hoffen auf ein volles Haus in Horst und Pinneberg zum „Tag des Handwerks“: U we Pein (Obermeister der Tischler-Inning im Kreis Pinneberg und stellvertretender Kreishandwerksmeister im Bezirk Pinneberg), Claudia Mohr (Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein), Helmut Rowedder (Kreishandwerksmeister und  stellvertretender Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung  Steinburg) sowie Karlheinz Lappe (Obermeister der Metall-Innung Steinburg).
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Hoffen auf ein volles Haus in Horst und Pinneberg zum „Tag des Handwerks“: U we Pein (Obermeister der Tischler-Inning im Kreis Pinneberg und stellvertretender Kreishandwerksmeister im Bezirk Pinneberg), Claudia Mohr (Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Westholstein), Helmut Rowedder (Kreishandwerksmeister und stellvertretender Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Steinburg) sowie Karlheinz Lappe (Obermeister der Metall-Innung Steinburg).

Von Friseur bis Tischler: Die Innungen aus Steinburg und Pinneberg informieren und beraten am Tag des Handwerks. Die Messe findet in Horst und Pinneberg statt.

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05. September 2013, 05:00 Uhr

Sie sorgen dafür, dass morgens zum Frühstück Brötchen auf dem Tisch liegen, machen den Abfluss wieder frei, reparieren das Auto und bringen Haare in Form: Bäcker, Klempner, Kfz-Mechaniker und Friseure. Nur ein Bruchteil der handwerklichen Berufe, die Vielfalt ist groß. Die Kreishandwerkerschaft Westholstein betreut allein über 1000 Betriebe. Die Vielseitigkeit des Handwerks demonstrieren die Innungen mit einer Messe an zwei Standorten am Sonnabend, 21. September, zum dritten bundesweiten Tag des Handwerks: von 9 bis 17 Uhr in der Elbmarschenhalle Horst, zeitgleich sind die Pinneberger Handwerker von 9 bis 17 Uhr in der Rathauspassage in Pinneberg aktiv.

In der Elbmarschenhalle in Horst informieren die Steinburger Kollegen an Ständen über ihr Handwerk. Vertreten sind hier die Gewerke Bau, Dachdecker, Elektro, Kfz, Landmaschinentechnik, Maler und Lackierer, Metallgewerbe, Sanitär Heizung Klima, Schornsteinfeger und Tischler. Die Besucher können sich über Energieberatungen oder Wärme-Verbundsystem informieren, es werden Traktoren und Kräne aufgestellt, Kleinsteuerungen und Leitungssysteme werden erklärt und die Herstellung von Handstöcken aus Kupferrohr wird demonstriert. Interessierte Jugendliche oder solche, die den Beruf wechseln wollen, können sich für die verschiedenen Berufe bewerben und sich informieren. Auch für Spaß ist mit Leitergolf, Holzstelzen und Kistenstapeln gesorgt.

Höhepunkt des Tages wird um 15 Uhr die gemeinsame Einschreibungsfeier aller Handwerkslehrlinge des Jahrgangs 2013 für die Kreise Steinburg und Pinneberg sein.

In der Pinneberger Rathauspassage zeigen die Pinneberger Kollegen die Vielfalt des Handwerks. Vertreten sind dort Bäcker, Elektro, Friseure, Maler und Lackierer, Metallgewerbe und Tischler. Friseure beweisen beim Schaufrisieren ihr Geschick im Umgang mit Schere und Kamm. Die Besucher können außerdem die Vorführungen eines Industrieroboters bestaunen und ihr Geschick beim Biegen von Draht beweisen. An einer Montagewand können elektrische Verdrahtungen begutachtet werden.

„Da ist viel Handwerk unterwegs“, sagt die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Claudia Mohr. „Wir wollen mit einem überschaubaren Anblick ein großes Spektrum darstellen. Wenn wir alles zeigen würden, würden wir die Elbmarschenhalle sprengen.“ Mit der Veranstaltung möchte die Kreishandwerkerschaft das Handwerk, „das Rückgrat der Wirtschaft“, wieder näher an die Bevölkerung bringen, erklärt Kreishandwerksmeister Helmut Rowedder, der auch stellvertretender Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung im Kreis Steinburg ist.

„Die Messe ist für jeden offen, für Familien wie Kunden. Wir wollen Leute jeden Alters, aber vor allem auch die Jüngeren ansprechen“, betont Claudia Mohr vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels. Denn das Handwerk sei in dieser Zeit nicht mehr so beliebt wie es früher war, erklärt auch Uwe Pein, stellvertretender Kreishandwerksmeister für den Bezirk Pinneberg und Obermeister der Tischlerinnung. „So viele junge Leute wollen sich heute nicht mehr schmutzig machen.“ Dabei sei dies überhaupt nicht mehr notwendig. . „Das Handwerk heute ist hochinnovativ und hochtechnisch“, so Mohr. Eine Bäckereifachverkäuferin beispielsweise müsse erklären können, welche Zutaten in einem Brötchen enthalten seien und eine Fleischereiverkäuferin, wo der Speck beim Schwein sitze.

Und auch, wenn Bewerber nur einen Hauptschulabschluss hätten, könnten sie mit einem Handwerksberuf die Karriereleiter hochklettern. „Man kommt vom Hauptschulabschluss durch die Handwerkskammer bis hin zum Doktor“, erzählt Helmut Rowedder. „Wenn die Lehrlinge ihre Handwerksprüfung haben, sind sie noch lange nicht am Ende.“

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