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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 08:55 Uhr

Das Gedächtnis der Gemeinde Breitenburg

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Amtsarchiv besteht seit 15 Jahren / Pflege ohne ehrenamtliche Helfer nicht machbar

von
erstellt am 31.Mär.2015 | 10:20 Uhr

Seit 15 Jahren besteht das Amtsarchiv Breitenburg. „Das Amtsarchiv ist das Gedächtnis der Gemeinden. Die Aufbauarbeit kann als weitestgehend abgeschlossen angesehen werden“, sagt Jens-Uwe Jensen. Anfangs hatte die Arbeit noch in den Händen einer hauptamtlichen Mitarbeiterin des Amtes gelegen. 2004 übernahm Jensen, nach seinem Eintritt in den Ruhestand, die Führung des Archivs. Als aus den Gemeinden des Amtsbezirks immer mehr Material, zum Großteil aus Privatbesitz und von Vereinen, aber auch der Bestand des ehemaligen Lägerdorfer Museums, hinzukam, rief der Archivar Interessierte auf, die umfangreiche Arbeit zu unterstützen – mit Erfolg. Fünf ehrenamtliche Mitarbeiter treffen sich nun regelmäßig in der Amtsverwaltung.

Die Aufgaben sind vielfältig. Uwe Erickson aus Lägerdorf, Ingrid Levegruen-Zimmermann aus Itzehoe sowie Birgit Jeß, Inge-Lore Schmidt und Dieter Stehr aus Münsterdorf haben sich mittlerweile eingearbeitet. Die pensionierte Schulleiterin Inge-Lore Schmidt recherchiert beispielsweise in alten Mitteilungsblättern des Kreises aus der preußischen Zeit nach 1867. Jensen: „Aus dieser Zeit ist wenig überliefert worden.“ Aus den Mitteilungsblättern werden nun die Passagen herauskopiert und gesammelt, die die Gemeinden des Amtes Breitenburg betreffen.

Das Fotoarchiv enthält Fotos in Papierform und digitalisiert, Negative, Dias, Glasplatten, Filme, DVDs und CDs. Darunter sind das Fotoarchiv des Heimatmuseums Lägerdorf, der Nachlass des Amateurfotografen Klaus Wätzel, Aufnahmen und Texte der ortsgeschichtlichen Arbeitskreise Münsterdorfs und der Moordörfer. Zahlreiche Karten und Pläne müssen noch sortiert und verzeichnet werden.

Jens-Uwe Jensen bittet darum, alte Fotoalben nicht fortzuwerfen, sondern dem Amtsarchiv zu überlassen. Auch archivwürdige Verwaltungsakten werden gesammelt. Der Archivbestand reicht in Einzelfällen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Auch die ehemalige Zeitung „Lägerdorfer Anzeiger“ lagert im Archiv. Jensen: „Das ist ein Schatz, der öfter genutzt wird.“ In der so genannten Präsenzbibliothek des Archivs werden Chroniken, Vereinshefte, Fest- und Jubiläumszeitschriften, Preußische Amtsblätter, Kreisblätter und andere Druckerzeugnisse mit Bezug auf das Amt Breitenburg und die angehörigen Gemeinden gesammelt.

Jens-Uwe Jensen: „Das Archiv dient der Öffentlichkeit. Erfreulicherweise werden die Nutzungsmöglichkeiten in zunehmendem Maße angenommen.“ Und inzwischen kann das junge Amtsarchiv Breitenburg schon ansehnliche Bestände vorweisen.

Amtsvorsteher Jörgen Heuberger lobt das große ehrenamtliche Engagement: „Man kann gar nicht oft genug danke sagen den fünf ehrenamtlichen Helfern, die regelmäßig jeden Donnerstag Arbeit leisten, die sonst gar nicht zu bewältigen wäre.“

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