Glückstadt : Das Ende der Bauarbeiten naht

Die Arbeiten am Komplex auf dem rückwärtigen Areal der früheren Farbenfabrik Wilckens sollen bald abgeschlossen sein.
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Die Arbeiten am Komplex auf dem rückwärtigen Areal der früheren Farbenfabrik Wilckens sollen bald abgeschlossen sein.

Wohnanlage hinter Farben-Wilckens: Nach einem halben Jahr Verzug sollen die 46 Wohneinheiten bald bezugsfertig sein.

shz.de von
13. Februar 2018, 05:05 Uhr

In den vergangenen Monaten ist auf dem rückwärtigen Areal der früheren Farbenfabrik Wilckens eine aus drei Gebäuden bestehende Wohnanlage aus 46 Reihenhäusern, Wohnungen und einigen großen Penthouse-Wohnungen mit Elbblick entstanden.

Einer der Investoren ist Udo Thomsen, der sich jetzt mit seiner Ehefrau darauf freut, Ende Februar endlich sein neues 138 Quadratmeter großes Domizil beziehen zu können. Besonders freut sich Thomsen auf das große Wohnzimmer mit der umlaufenden 20 Quadratmeter großen Dachterrasse samt unverbaubarem Blick über Docke und Elbe.

Weil die jetzige Gebäudehöhe nicht überschritten werden durfte, schränkt die dem Glückstädter Hafen vorgelagerte und unter Naturschutz stehende Rhinplate die Sicht auf die großen Schiffe etwas ein. Aber das stört Thomsen nicht. Die Pflanzenwelt werde ja vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt im Zaum gehalten und in Richtung Brokdorf habe man aus zwei Stockwerken freie Sicht.

In Glückstadt-Butendiek wohnhaft, hatten die Thomsens schon lange etwas Neues gesucht. Aber nirgends wollte der Wohlfühl-Funke so recht überspringen. Dann bekamen sie den Tipp, dass Wilckens hinter dem Provianthaus etwas plane. Für Udo Thomsen, in Holstenniendorf am Nord-Ostsee-Kanal groß geworden und später zur See gefahren, stand schnell fest: „Hier, unmittelbar an der Elbe, wollen wir alt werden.“ Thomsen suchte sich einen zweiten Investor für ein Gebäude direkt am Deich und ran ging es an die Umsetzung.

Alle Wohnungen sind hell und freundlich konzipiert. Zu vielen Wohneinheiten gehört eine Garage im Erdgeschoss, so dass man trockenen Fußes mit dem Fahrstuhl bequem in seine Wohnung gelangen kann. Andere Wohnungen verfügen über einen Stellplatz im Innenhof.

„Ursprünglich war noch eine weitere Reihenhausanlage parallel zum Provianthaus geplant. Doch davon wurde Abstand genommen, so dass die Wohnanlage im Innenteil jetzt nicht dichtgepflastert wirkt“, erläutert Thomsen.

Besonders stolz ist er auf die energetischen Maßnahmen in dem Energiesparhaus. „Unser Gebäude ist fett isoliert, da wachsen Eisblumen von Außen an unseren Fensterscheiben.“ Und nicht nur das: Die wohlige Wärme der Fußbodenheizungen kommt mittels Wärmepumpe und den 50 bis 60 Bohrpfählen je Gebäude aus der Erde. „Das alles hat viel Gehirnschmalz gekostet“, sagt Thomsen.

Viele Reihenhäuser und Wohnungen haben die Investoren inzwischen an den Mann beziehungsweise an die Frau gebracht. Und bei einem Quadratmeterpreis von acht bis 9,50 Euro erscheint die Miete im Verhältnis zur Qualität sogar erschwinglich. „Es wurde an nichts gespart und energetisch alles rausgeholt“, versichert der Bauherr.

Weil im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens 28 Abweichungsanträge vom Bebauungsplan zu bearbeiten waren, hat sich die Fertigstellung um ein halbes Jahr verzögert. Nicht ohne Folgen für die potenziellen Käufer und Mieter der Wohnungen. Denn viele hatten sich für Ende Oktober 2017 auf einen Umzug ins neue Domizil eingestellt und zu diesem Termin ihre bisherigen Wohnungen gekündigt oder Häuser verkauft. Hierzu gehören auch die Thomsens. „Wir haben die erste Zeit auf dem Campingplatz in Kollmar gewohnt und konnten dann eine Wohnung in der Innenstadt anmieten“, erzählt Udo Thomsen.

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