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Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 10:53 Uhr

Das Dilemma in der Energiewende

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2016 | 15:02 Uhr

Das Großprojekt in der Wilstermarsch ist auch ein Beispiel für das Dilemma in der Energiewende. Zwar kann die gewaltige Anlage den immer stärkeren Windstrom verkraften. Die Suedlink-Trasse, um die Energie auch in den Süden Deutschlands abtransportieren zu können, wird aber erst Jahre später fertig sein. Das wäre fast so, als würde man mit großem Aufwand eine Autobahn bauen, die an einer entscheidenden Abfahrt im Nichts endet. Da hilft es auch wenig, dass Netzbetreiber Tennet damit tröstet, dass die zentrale Strom-Schaltstelle bei Wilster ja auch zur Gesamtstabilität des Netzes beitrage. Und noch ein Kuriosum: Weil Tennet immer mehr Windmüllern gar nicht erst produzierten Strom bezahlen muss, schrumpft die Gewerbesteuer für die Gemeinde Nortorf. So zahlen die Nortorfer für die Energiewende gewissermaßen gleich doppelt: über die Strompreise und über gesunkene kommunale Einnahmen. Immerhin: Das soll sich bald ja wieder ändern. Der Verbraucher kann da ohnehin nur hilflos zuschauen. Die einzige Möglichkeit zum Drehen an der eigenen Kostenschraube ist das möglichst konsequente Einsparen von Strom.

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