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Kommunalpolitik : Das bange Warten auf Fördergelder

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Städtebauförderungsmittel für Sanierung des Wilstermarschstadions seit Januar beantragt. Stadt hofft jetzt auf Zuschüsse aus neuem Bundes-Topf.

shz.de von
erstellt am 13.Nov.2015 | 07:51 Uhr

Seit Jahresbeginn wartet die Stadt auf grünes Licht für Gelder aus dem Städtebauförderungsprogramm. Für die geplante grundlegende Sanierung und Umgestaltung des Wilstermarschstadions könnte aber auch der heutige Freitag, der 13. ein Glückstag werden. Gerade noch rechtzeitig zu diesem Termin hat die Stadt nämlich einen Antrag auf Zuschüsse aus einem neuen Bundesprogramm gestellt.

Bei einem Zuschlag können notleidende Kommunen wie Wilster mit bis zu 90 Prozent der Kosten rechnen. Für die Stadt wäre das der ganz große Wurf. Die Pläne liegen fix und fertig in der Schublade. Das Wilstermarschstadion soll danach in ein modernes Sport- und Freizeitgelände für alle Generationen verwandelt werden. Gleichzeitig würde auch der benachbarte Sportplatz Büttel aufgemöbelt.

Damit lässt die Stadt jetzt zwei Förderanträge parallel laufen. Bei der Städtebauförderung gäbe es allerdings eine Drittel-Finanzierung. Das heißt: Von den Kosten tragen je ein Drittel der Bund und das Land, den Rest die Stadt selbst. Für die ohnehin chronisch leere Stadtkasse ist das kein Pappenstil. Die Gesamtsanierung des Stadions und des Sportplatzes Büttel wird mit rund 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

Für das Geld bekäme die Stadt allerdings auch eine Vorzeigeeinrichtung. Geplant sind unter anderem ein Kunstrasen, der dann das ganze Jahr über bespielbar wäre. Dazu gäbe es eine komplett neue Laufbahn für die Leichtathletik. Auch der demografische Wandel ist in die Planung eingearbeitet. Vorgesehen ist unter anderem der Bau einer Boule-Bahn und die Bereitstellung von seniorengerechten Trimmgeräten. Letztlich würde auch die Wegeführung, insbesondere zum Sportplatz Büttel, komplett erneuert. Parallel dazu würde die Sportanlage am Brook aufgegeben. Hier könnte eine zentral gelegene Wohnbebauung erfolgen, was wiederum Geld in die Stadtkasse spült.

„Der grundsätzliche Wille zur Finanzierung ist beim Land vorhanden“, sagt Leitender Verwaltungsbeamter Heiko Wiese. Es gebe sogar generelle Zusagen für rund vier Millionen Euro, die aus dem Städtebauförderdungsprogramm nach Wilster fließen sollen. Das Problem: Ein konkreter Förderbescheid steht noch aus. Das führt übrigens noch zu einem finanzpolitischen Kuriosum: Weil das Geld theoretisch bereit steht, aber nicht ausgegeben werden kann, muss die Stadt dafür sogar noch Zinsen zahlen. Die allerdings werden bei den Fördermitteln angerechnet.

Ob der neue Antrag für das Bundesprogramm zur Förderung von Sport, Jugend und Kultur am Ende erfolgreich ist, kann Heiko Wiese nicht sagen. Hier gilt erst einmal das Prinzip Hoffnung. In den städtischen Gremien wird das Thema denn auch mit banger Erwartung verfolgt. Sven Horstmann (CDU) sagte auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses: „Wir machen alles, was Kiel möchte und hoffen, dass das Stadion dann in 20 Jahren steht.“

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